Abseilen von einer Seilbahngondel - diese Horrorvision gehört mit dem neuen Räumungskonzept von Doppelmayr der Vergangenheit an. Die Grasjochbahn der Silvretta Montafon Bergbahnen AG ist weltweit die erste kuppelbare Gondelbahn, bei der durch das neue Konzept sichergestellt wird, dass im Bergefall die Gondeln garantiert in die Stationen zurückgebracht werden können.

Die österreichisch-schweizerische Doppelmayr-Gruppe hat bei der Errichtung der neuen 8er Gondelbahn einen Meilenstein moderner Seilbahntechnik gesetzt. Das Räumungskonzept kommt bei der Grasjochbahn das erste Mal bei einer kuppelbaren Gondelbahn (Einseilumlaufbahn) zum Einsatz. Bei Dreiseilbahnen in Sölden und Koblenz wurde dieses neue Konzept bereits im vergangenen Jahr realisiert. Eine herkömmliche Bergung der Passagiere mit Abseilen etc. ist im Falle des Falles nicht mehr notwendig. Damit wird höchster Komfort mit größtmöglicher Sicherheit geboten und ein stressfreies Fahrvergnügen garantiert. 

Mit dieser neuen Art der Räumung gelang es den Doppelmayr-Ingenieuren, einen langgehegten Kundenwunsch zu erfüllen. Ziel der Entwicklung war es, mit technischen und organisatorischen Maßnahmen sicherzustellen, dass alle Gondeln stets sicher in die nächste Station gefahren werden können und die Passagiere die Gondeln im Bergefall nicht mehr verlassen müssen. Dies gelingt insbesondere durch „Redundanz“: Sämtliche funktionsrelevanten Anlagenbestandteile sind doppelt und unabhängig voneinander ausgeführt. Das gilt z.B. für Seilscheiben, Antrieb oder Notantrieb.

Doppelmayr ist heute der einzige Seilbahnhersteller weltweit, der dieses Konzept anbieten kann und bei Gondelbahnen und Dreiseilbahnen auch bereits realisiert hat.