Matthias Lanziner ist zurück! Mit zwei dritten Plätzen beim Hallenslalom im niederländischen Landgraaf gelang ihm ein Einstieg nach Maß in seine Karriere als Behindertenskisportler. Jetzt wartet das erste Speedrennen auf den früheren Weltcup-Starter.

Nach seinem schwerem Sturz beim Weltcup-Super-G in Kvitfjell am 2. März 2008, nach dem ihm der linke Unterschenkel amputiert werden musste, steht der heute 30jährige vor einer neuen Chance, im alpinen Skisport Erfolge zu feiern. Mit seinem Einstieg in den Behinderten-Skisport ist er der erste und einzige ehemalige Weltcupfahrer, der seine Laufbahn als Skiläufer mit Behinderung weiterführt. Lanzingers Aufstieg im Weltcup hat mit einem Speed Race geendet, und nun folgt nach über drei Jahren sein Comeback in seiner ehemaligen Spezialdisziplin. Sein erstes Speed-Rennen wird er am 8. Dezember am Pitztaler Gletscher bestreiten. Im Rahmen des Europacups der Behindertenskisportler von 8. - 11. 12. 2011 finden zwei Super-G-Bewerbe auf IPCAS Level statt. Die Teilnahme am Super-G im Pitztal ermöglicht Lanzinger unter anderem eine Startberechtigung zum Europacup-Rennen in seiner Heimat in Abtenau von 19 .- 22. Jänner 2012.

Das Organisationskomitee rund um Obmann Thomas Auer freut sich über den prominenten Teilnehmer. Der Europacup wird heuer bereits zum 14. Mal organisiert. "Die sportlichen Höchstleistungen dieser Ausnahmeathleten sind bewundernswert", so Auer, der die meisten der über 150 Sportler aus allen Teilen der Welt mittlerweile schon persönlich kennt. Die Bewerbe im Pitztal sind nach jenen in Landgraaf die ersten Rennen in Österreich und somit eine wichtige Station in der bis zum 1. April 2012 andauernden Rennsaison.
 
Weitere Infos: Tourismusverband Pitztal