Zwischen 2.500 und 3.000 Paar Ski werden im Atomic-Werk in Altenmarkt (Salzburg, Österreich) an Spitzentagen erzeugt. Etwa 900.000 sind es insgesamt pro Jahr. Der Endverbraucher möchte einen universell einsetzbaren Ski bekommen, weiß Business Direktor Herbert Buchsteiner. Dem trägt natürlich auch Atomic Rechnung.

„Wer are skiing!“ – Diesem Brand Statement hat sich Atomic verschrieben. „Wir versuchen drei Vorgaben gerecht zu werden: Performance, Innovation, Passion“, so Buchsteiner. Es stelle für den Endverbraucher einen großen Unterschied dar, ob ein Produkt von jemandem in Fernost produziert werde, der möglicherweise noch nie Schnee sah, oder von jemandem, der selbst mit dem Produkt auf der Piste unterwegs sei. So fertigt Atomic den Großteil seiner Ski in Altenmarkt. Wer mit einem Salomon-Ski unterwegs ist, der fährt ebenfalls ein Produkt aus Altenmarkt, zumal Salomon und Atomic zur internationalen Amer Sports Group gehören.

Qalitätskontrolle

Bild: Qualitätskontrolle bei den freakigen Freeride-Ski.

Die Skiproduktion erfolgt größtenteils in Handarbeit. 14 Minuten befindet sich ein hochwertiges Modell in der so genannten Skipresse, in der sämtliche Bestandteile der „Brettln“ zu einem Ski gepresst werden. Pappel und Buche sind jene Holzarten, die Atomic hauptsächlich verwendet, der Freeskimarkt gewinnt zunehmend an Bedeutung. Kein Wunder, dass angesichts dieser Entwicklung die Grafikabteilung im Haus Atomic einen hohen Stellenwert einnimmt. Hier kommt das Design auf die Oberfläche der Ski.

Obwohl Österreichs Allzeitskistar Hermann Maier am Ende seiner Karriere auf Head unterwegs war, wird er nach wie vor eher mit Atomic in Verbindung gebracht. Und auf das Rennelement setzt man in Altenmarkt weiterhin stark. Deshalb wird ein eigenes Rennsportdeparment unterhalten. Werksbesucher interessiert allerdings wohl eher das Testlabor in Altenmarkt.

Skipresse

Bild: Jetzt kommt der Ski in die Presse - und verweilt rund eine Viertelstunde darin.

Darin gibt es eine Kältekammer mit Temperaturen bis zu minus 30 Grad Celsius, es lässt sich testen, wie sich die UV-Strahlung auf das Material aufwirkt, welchen Veränderungen es dann  unterzogen ist, man versucht herauszufinden, wie sich eine sechswöchige Schiffsfahrt auf einen Ski auswirkt, der nach Übersee geliefert wird und Salzwassereinfluss ausgesetzt ist. Darüber hinaus gibt es spektakuläre Serientests, bei denen Ski brutal gestaucht werden. Da tut das Zuschauen beinahe weh…

Test

Bild: Wieviel Stauchung hält ein serienmäßiger Atomic-Ski aus? Offensichtlich sehr viel!

Nicht weniger ins Staunen versetzt der Blick in die riesige Lagerhalle des Werks. Hier türmen sich Regale mit Kisten unterschiedlichsten Inhalts. Kein Mensch weiß, was sich in den verschiedenen Kisten befindet – und das ist nicht einmal ein Witz. Das weiß tatsächlich nur der Computer. Hoffentlich fällt der nie aus. Besonders im September würde das ein riesiges Probleme verursachen, zumal in diesem Monat 40 Prozent der Jahresproduktion verschickt wird.

Handfertigung

Bild: Skiproduktion im Hause Atomic ist sehr viel Handarbeit.

 

Ein Blick auf die Skipisten zeigt: Der Computer hatte heuer keinen „Gedächtnisschwund“. Auf allen Pisten der Welt wird mit Atomic-Brettln gecarved.

 

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