Die 1. Olympischen Jugend-Winterspiele in Innsbruck wurden am Freitag, dem 13. Jänner am Innsbrucker Bergisel offiziell eröffnet. Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer sprach die entscheidenden Worte um 19:20 Uhr. „Innsbruck, du hast es wieder geschafft“, lobte IOC-Präsident Jacques Rogge, und 15.000 Zuschauer spendeten begeisterten Applaus.

Regisseur Frank Lischka hielt, was er im Vorfeld versprochen hatte: „Wir können uns nicht mit traditionellen Spielen vergleichen. Wir wollen die jugendlichen Sportler ansprechen, ein sympathisches, schwungvolles Fest feiern.“ Rund 95 Prozent der 670 Bühnen-Darsteller waren Freiwillige, insgesamt mehr als 1.300 Personen – die Technik mit eingerechnet - zeichneten für das Gelingen der Eröffnungsfeier verantwortlich. Das knapp zweistündige Programm fand bei den 1.059 Athleten aus 70 Nationen jedenfalls großen Anklang.

Gastgeber Österreich stellte mit 81 Aktiven am Bergisel bei weitem die größte Delegation. Für Tamara Grascher, Kapitänin der Eishockey-Mädchen, wurde dieser Freitag der 13., zum wahren Glückstag. Am Vormittag deklassierten Tamara und Kolleginnen im ersten Vorrundenspiel die slowakischen Mädchen mit 9:0, am Abend durfte die 17jährige Kärntnerin die österreichische Flagge ins Bergisel-Stadion tragen.

Ski-Talent Christina Ager, 16-jährige Tirolerin aus St. Johann, sprach den Olympischen Eid der Athleten, Rodel-Coach Angelika Neuner, zweifache Medaillengewinnerin, den der Betreuer und Ski-Funktionär Peter Zenz gelobte für die Fairness aller Kampfrichter.

Weitere Highlights: Österreichs Abfahrts-Olympiasieger Leo Stock aus dem Tiroler Zillertal, wedelte den Bergisel-Auslauf mit Fackel herunter, die einstigen Skispringer-Rivalen Karl Schnabl und Toni Innauer marschierten Seite an Seite mit Karl Schranz, Edith Zimmermann-Rhomberg, Brigitte Habersatter-Totschnig und Josef Feistmantl mit der Olympischen Flagge ins Stadion ein und übergaben die Flagge an die Innsbruck 2012-Starter Lukas Telsnig (Eishockey), Thomas Petutschnigg (Eisschnelllauf), Benjamin Maier (Bob), Nina-Larissa Wolfslast (Eiskunstlauf), Irena Brettbacher (Curling) sowie Miriam-Stefanie Kastlunger (Rodeln). Als Fackelläuferinnen und Fackelläufer im Stadion fungierten die Botschafterin der Olympischen Jugend-Winterspiele Yu-Na Kim, südkoreanische Eiskunstlauf-Olympiasiegerin von Vancouver 2010, Patrick Ortlieb, Sigried Wolf, Fritz Strobl und Doris Neuner.

Das Grande Finale lieferte ein wahrlich sporthistorischer Moment: Egon Zimmermann, Abfahrts-Olympiasieger 1964, entzündete die Olympische Feuerschale von 1964, Franz Klammer, Österreichs Abfahrts-Olympiasieger 1976, jene der zweiten Olympischen Spiele in Innsbruck, ehe der Nordische Kombinierer Paul Gerstgraser die Flamme der 1. Olympischen Jugend-Winterspiele entfachte.

Innsbruck wird damit zur ersten Stadt weltweit, die zum 3. Mal das Olympische Feuer für zwei Wochen beheimatet. „Eine große Verpflichtung und eine Ehre“, freute sich ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel. 63 Medaillenbewerbe werden bis zum 22. Jänner ausgetragen.