Cortina. Ich wollte unbedingt ein paar Spiele der Broncos am Sonntagvormittag vor dem Super-G in Cortina (Italien) anschauen, aber ich habe es leider nicht geschafft.

Mein Plan war es, um 4 Uhr in der Früh aufzustehen, was Samstag 8 Uhr abends in Denver ist, um die zweite Halbzeit  anzuschauen. Ich wollte es auf meinem Computer anschauen, aber es gab keinen Internetzugang in meinem Hotelzimmer, so musste ich mich mit den Updates meiner NFL App begnügen. Ich ließ mein Telefon angeschaltet und ließ mich über jedes Highlight oder Tor updaten.

Leider hat es mich nicht so oft über die Tore der Broncos informiert als die der Patriots, aber ich konnte das Spiel dennoch so halbwegs verfolgen. Es war enttäuschend, sie verlieren zu sehen aber die Patriots sind ein fantastisches Team. Die Broncos hatten eine tolle Saison und ihnen war ein großartiger Sieg im Playoff gegen die Steelers gelungen.

Ich bin auch enttäuscht, dass die Packers verloren haben. Ich komme aus Minnesota, aber ich bin eigentlich ein „Cheesehead“  (Spitzname für Leute aus Wisconsin, Anm.). Ein großer Teil meiner Familie lebt in Wisconsin. Als ich noch zu Hause war, herrschte immer große Aufregung, wenn die Packers gegen die Vikings spielten. Ich bin normalerweise kein Gutwetterfan, aber die Vikings  waren schon lange nicht mehr sehr erfolgreich und seit ich von Minnesota nach Vail gezogen bin,  bin ich zu den Broncos und den Packers übergewechselt.

Außerdem kenne ich jetzt Clay Matthews, so machte es Spaß, ihm zuzuschauen. Da ich jetzt ein paar Leute vom Broncos Team kenne, schaue ich mir beide Teams gerne an.

Der Sieg im Super-G von Cortina war der  47. Sieg in meiner Karriere, was bedeutet, dass ich auf der Gesamtliste im Weltcup der Frauen an dritter Stelle stehe, hinter Österreichs Annemarie Moser-Pröll  (62) und Vreni Schneider (55) aus der Schweiz.

Es war ein wirklich guter Tag. Ich hatte seit Beaver Creek am 7. Dezember kein Rennen gewonnen. Es war ein schnell gesetzter Kurs, und es gab ein paar schwierige Stellen, an denen viele ausstiegen. Ich versuchte, einfach alles zu riskieren und es gelang mir, gerade bis zum Limit zu gehen. Ich bin sehr glücklich über meine Fahrt.

Am Samstag wurde ich zweite in der Abfahrt. Es war ein wirklich solides Rennen und es gab viel Wind. Bei starkem Wind ist es immer schwer, gute Resultate zu fahren, weil man nie weiß, wie es wird. Ich hatte leider etwas Pech, aber ich war auf dem Podest und dem Sieg ganz nahe  (0.21 Sekunden),  so war ich glücklich.

Die dreifache Gewinnerin des Gesamt-Weltcups, US-Skistar Lindsey Vonn, veröffentlicht auf OnTheSnow wöchentlich ihr Ski-Tagebuch. Lindsey Vonn berichtet in Zusammenarbeit mit John Meyer, Ski-Redakteur der Denver Post.