Regel Nr. 1 bei Schnee und Eis ist einfach: Fahren Sie langsamer.

Weitere Tipps: Halten Sie einen größeren Abstand, beginnen Sie früher mit dem Bremsen, testen Sie die Fahrbahnoberfläche zwischendurch mit kurzem Antippen der Bremse und achten Sie auf die Bedingungen draußen.

Fallen die Temperaturen? Bei Feuchtigkeit besteht die Gefahr so genannten schwarzen Eises, das auf der Fahrbahn nahezu unsichtbar ist.

Ein Wagen mit 90 km/h legt pro Sekunde 25 Meter zurück. Die Entfernung zum voraus fahrenden Fahrzeug sollte bereits bei geringfügigen Behinderungen verdoppelt werden. Alle 20 km/h sollten ein bis zwei Fahrzeuglängen mehr einkalkuliert werden, je nachdem, wie schlecht die Verhältnisse sind. Wer zum Beispiel 65 km/h fährt, sollte acht bis 12 Fahrzeuglängen Abstand halten.

Wenn Sie beim Bremsen ins Schleudern geraten, lösen Sie sofort die Bremsen und versuchen Sie dann mit sachtem Bremsen, den Wagen wieder abzufangen.

Richtig lenken beim Schleudern: Driftet Ihr Wagen nach rechts, lenken Sie nach rechts, bis Sie wieder die Kontrolle haben, dann vorsichtig wieder geradeaus. Meistens haben Sie genug Zeit für dieses Manöver, manchmal jedoch nicht.

Niemand kommt als versierter Autofahrer auf die Welt. Das gilt umso mehr bei rutschigen Bedingungen. Sicheres Fahren auf Eis und Schnee lernt man nur durch Übung. Am besten auf einem dafür vorgesehenen Parcours im Rahmen eines Fahrertrainings. Oder auf einem leeren Parkplatz, wo Sie anfahren, bremsen und schleudern üben können.

Die Experten Tom und Ray Magliozzi raten: „Selbst wenn Sie gute Reifen haben, eine elektronische Stabilitätskontrolle, Vierradantrieb und eine Tüte Chips im Kofferraum, denken Sie daran, dass Fahren in Eis, Matsch und Schnee äußerst heimtückisch ist. Auch wenn Sie die Kontrolle über Ihr Auto haben, muss das für andere längst nicht zutreffen. Also lassen Sie sich nicht von einem trügerischen Gefühl der Sicherheit einlullen. Machen Sie alles langsam und vorsichtig."