Leichter Skifahren - im wahrsten Sinne des Wortes - so war einer der großen Trends bei den Skimodellen der ISPO München 2012 - der größten und wichtigsten (Winter)sportmesse der Welt: Durch neue und verbesserte Technologien werden viele Modelle in allen Kategorien immer leichter, ohne Abstriche beim Komfort oder bei der Performance zu erleiden. Auch die Rocker-Technologie setzt sich 2012/2013 vollends durch und wirbelt durch jede Skivariante – von Race über Piste bis Park, Gelände und Tour.

 

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Der Trend zur neuen Leichtigkeit erfasst jetzt auch die Racing-Modelle für gut präparierte, schnelle und harte Pisten. So setzt hier etwa Völkl seinen Fokus im Top-Segment auf die Kombination von leichten Hightech-Materialien wie Carbon, Aramid, Titanal und extra leichten Holzkern. Mit den V-Werks-Modellen (auf dem Bild mit schwerem Speck beladen) erreicht man damit ein neues Performance-Niveau: extrem agil, super sportlich und unglaublich leicht.

Leichter wird es auch für Ladies. Elan bedient die Damen mit der Gleichung „leichtes Skifahren + Leichtigkeit des Skis = Lightskiing“. Zum neuen Konzept gehört die Kombination aus jeweils leichterem Kern, Bindung, Konstruktion und Materialien. Verarbeitet sind sie etwa im Ski „Ilumnia“, der zur neuen Wavelight-Serie gehört und ein extrem gewichtsreduzierter Ski ist.

Rocker: mehr Performance auf harten Pisten

Kein namhafter Hersteller verzichtet 2012/2013 mehr auf die Rocker-Technologie. Rocker-Neuheiten für die Piste gibt es unter anderem von Head mit neuer Era-3.0-Technologie samt Allride-Rocker für eine einfache Schwungauslösung. Unterwegs ist mit ihr etwa der Ski „REV85“ aus der REV-Linie.

 

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Atomic rockt mit seiner neuen sportlichen Serie „Redster“ (Ski und Schuhe, Bild) und überarbeitetem, laufruhigem und dynamischem Doubledeck die Piste. K2 schickt seinen High-Performance-Ski „Bolt“ aus der AMP-Serie, einen Speed-Rocker mit RoX-Technologie, auf harte und steile Pisten. Die packt er mit einer Kombination aus minimalem Rocker in der Spitze, mit traditioneller Vorspannung unter der Bindung, neuem Dämpfungssystem und einer speziellen Karbon-Struktur. Und auch Rossignols „Persuit 18“, Stöcklis „Y77“ und Völkls „V-Werks Code“, der sich nun dank Rocker-Bauweise gut zehn Zentimeter länger fahren lässt als herkömmliche Pistenmodelle, zielen auf sportliche und hochsportliche Pistenskifahrer ab.

Allmountain rockt mit

Allmountain-Ski locken mit neuer Breite: Mit 76 bis nun 80 Millimeter werden die Ski unter der Bindung noch einmal breiter und kommen mit diesen Maßen bereits an einige Freeride-Ski heran. Zusätzlich werden die neuen Allmountain-Ski immer leichter, bekommen mit Rocker-Technologien in der Schaufel und mit neuen Sidecut-Konstruktionen bei etwas zunehmenden Längen immer leichtere Fahreigenschaften – und werden so quasi zu den neuen Komfort- und Spaßbringern der nächsten Saison.

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Das immer vielseitiger werdende Allmountain-Segment im Blick, hat etwa Blizzard mit seiner überarbeiteten „Magnum-Linie“. Allen voran das Flagschiff M-Power 8.5 FS (Bild) mit spezieller Dämpfungstechnologie, der im Freeride-Bereich eingeführten Flip-Core-Rocker-Bauweise und neu, einem Titaniumgurt von der Skispitze bis zum Ende, der durch Aussparungen leichter wird und Stabilität bringt.

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Fischer lässt den Fahrer beim neuen „Hybrid 7.0“ (Bild) selbst per Hebel an der Skioberfläche aktiv werden: Wird der Hebel umgelegt, der Ski durchgebogen und die Stellung „0“ gewählt, bekommt der Ski einen Rocker und ist ideal für Ausflüge ins Gelände und kurze Turns auf der Piste. Die Stellung „1“ klickt den Rocker weg und ermöglicht so lange, aggressive Schwünge auf der Piste.

Beim vielseitigen Allmountain-Modell „Chronic“, setzt US-Skihersteller Line auf Holz im Kern und auch in Tip und Tail, dort auch für Rocker.

Mit vielseitigen Twintips für Powder bis Piste  präsentiert Atomic mit seiner Vantage-Serie Ski mit All-Mountain-Rocker – eine Kombination aus stärkerer Aufbiegung im vorderen und moderater Aufbiegung im hinteren Bereich des Skis. Damit verspricht der Hersteller Auftrieb im Powder, leichtes Steuern, Driften und Kraft sparen bei jedem Schwung. Die Mittelbreiten der vier Vantage-Modelle liegen dabei von 87 bis 103 mm.

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Einen ISPO-Award gewann Atomic übrigens mit seiner Freeride-Bindung "Tracker" (präsentiert am Bild von Retail Marketing Manager Patrick Tritscher)  - für problemlosen Wechsel von Aufstieg zu Abfahrt.

Geländegängig leicht: Freerider

Die neuen Ski für Powder, Freeriden und Modern Touring wollen 2012/13 vor allem das: Mit Leichtigkeit für jede Menge vielseitigen Fahrspaß sorgen, sich nicht auf einen bestimmten Fahrstil oder ein Terrain festlegen lassen. Im Kommen sind auch hier Technologien mit Leichtholzkernen, Rocker-Technologien und den meist auf Ski und Boots abgestimmten neuen und abgespeckten Bindungssystemen. So präsentiert Black Diamond etwa mit „Revert“ eine komplett neue Art All-Terrain-Tourenski. Er soll dank vielseitigem (Full-)Rocker-Profil und einer Mittelbreite von 95 Millimetern prima überall im Backcountry zurechtkommen.

Dynastar präsentiert Freeridern den „Champ 97“ mit ausgeprägtem Frontside-Rocker an der Skispitze für Auftrieb, einer klassischen Vorspannung und einem nach hinten zugespitzten, flachen Ski-Ende, das Stabilität bietet.

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Zu den echten Powder-Neuheiten gehört auch Salomons „BBR 10.0“ (Bild) mit 100 Millimetern unter der Bindung, der auch in schwerem Schnee Auftrieb gibt. Trotz breiter Mitte und Schaufel hat er einen Radius von nur 19 Metern, bleibt also leicht zu steuern und drehfreudig. „Pure“ ist Scotts Rocker-Antwort fürs Gelände. Für Kontrolle und Auftrieb im Pulver kombiniert er eine Pro-Tip Rocker-Geometrie mit einem Venturi-Tail und eine progressive Bauweise mit einem dualen Radius-Konzept. Das macht „Pure“ rundum vielseitiger.

Hightech auch für Touren-Fans

Tourenskifahrer können sich unter anderem über Neuheiten wie den „Huascaran“ von Dynafit freuen. Der aggressive Offpiste-Ski mit 112 Millimeter Skimitte, wiegt pro Ski 1780 Gramm (Länge 177 cm). Drin stecken Holzkern, Titanalplatte und Semi-Seitenwangen für Torsionssteifigkeit und Laufruhe. Sein Scoop-Rocker und die Triple-Radius-Konstruktion bescheren ein komfortables und gutmütiges Fahrverhalten. Ebenfalls ultraleicht zeigt sich die „Chimera“-Serie von Hagan. Der Full-Rocker mit 87 Millimeter Mittelbreite ist speziell für Tourengeher gebaut, Druckintensität und Belastungsrichtung bestimmen seinen Radius. Dass auch an freiheitsliebende Damen gedacht wird, zeigt der breite Freeride-Ski „Super Turbo LT“ von Movement. Der spezielle Bigmountain-Ski schindet mit seinen 182 Zentimetern Länge und einer Skimitte von 115 Millimeter mächtig Eindruck. Doch dank Early-Rise Tip-Rockers und einem Radius von 21 Metern können ihn Ladies immer noch angenehm leicht fahren.