Freunde des Spätherbstskifahrens können sich freuen: In Vorarlberg dürfen die Skigebiete ab sofort schon ab dem 1. Oktober ihre Kunstschneedepots anlegen; ab dem 1. November darf flächendeckend beschneit werden. Letztere Regelung bleibt also gleich. Um schon am 1. Oktober beginnen zu können, müssen die Liftbetreiber strenge Vorschriften einhalten: So muss die Lufttemperatur unter dem Gefrierpunkt liegen, und das in mindestens zwei aufeinander folgenden Nächten; Wasser- und Energieverbrauch müssen genau dokumentiert werden.

Die Entscheidung ist dennoch nicht unumstritten: Die Vorarlberger Liftbetreiber begrüßten sie, Naturschützer meldeten Bedenken an. So sagte der Fachgruppengeschäftsführer Verkehr in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, Friedrich Lins, dem Portal „Vorarlberg Online" zufolge, der Kompromiss sei „sehr wesentlich" für die Branche. Michael Manhart von den Seilbahnen Lech, der seit Jahren für einen früheren Beschneiungstermin gekämpft habe, damit der Saisonstart sich bei günstigen Witterungsverhältnissen nicht unnötig verzögert, habe sich „sehr zufrieden" gezeigt. Die Vorarlberger Naturschutzanwältin Katharina Lins warne hingegen vor negativen Folgen für die Umwelt, etwa von zu viel Wasserentnahme im Fluss Lech.

Außer dem im November öffnenden Gebiet Arlberg mit den Orten St. Anton am Arlberg, St. Christoph, Stuben, Zürs und Lech starten die Vorarlberger Skigebiete erst im Dezember in die Wintersaison, zumeist entweder Anfang oder Mitte des Monats, spätestens aber am 24. Dezember.

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