Georges Salomon, der Erfinder der modernen Skibindung, ist am 5. Oktober in seinem Haus am Lac d'Annecy in Frankreich gestorben. Er wurde 84 Jahre alt.

Salomon hatte die Entwicklung des Skisports nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt, indem er die selbst auslösende Skibindung perfektionierte und danach sein Firmenangebot auf Skischuhe, Skier und Skibekleidung ausweitete.

Ursprünglich stellte der Familienbetrieb der Salomons Sägeblätter her, bis Georges Salomon und sein Vater im Jahr 1947 mit der Herstellung von metallenen Skikanten begannen.

Einige Jahre später produzierte Salomon seine erste auch an der Schuhspitze auslösende Skibindung. Ab 1962 stellte die Firma die Allais-Sicherheitsbindung her, benannt nach dem französischen Skiweltmeister, die rasch den Markt eroberte.

"Die voll auslösende Bindung wurde von vielen anderen Herstellern kopiert und wurde zum Standard in der Skiindustrie. Tausende von Skifahrern bewahrte sie  vor gebrochenen Knochen oder verdrehten Knien", schrieb SkiRacing in seinem Nachruf.

Salomon entwickelte auch den Heckeinsteiger-Skischuh, der in den Achtzigerjahren wegen seiner Bequemlichkeit für Anfänger zum Trendschuh wurde, aber sich bei Fortgeschrittenen nie durchsetzte.

1972 wurde Salomon zum Weltmarktführer für Skibindungen und verkaufte über eine Million Exemplare. Sieben Jahre später nahm die Firma umgerechnet 250 Millionen Euro ein.

Für 1,5 Milliarden US-Dollar, so berichtete das Wall Street Journal, verkauften Salomon und seine Familie den Betrieb 1997 an Adidas.