Der erste Tag auf der Piste ist für Schnee-Enthusiasten mindestens so aufregend wie die Weihnachtsbescherung für Kinder. Wir wollen alle hinaus auf die Piste und da weitermachen, wo wir am Ende der letzten Saison aufgehört haben.

Wir haben alle noch die Erinnerungen im Kopf. Doch wir müssen auch ein bisschen runterkommen und daran denken, dass wir nicht unverwundbar sind, sondern - gerade zu Saisonbeginn - um einiges anfälliger für Verletzungen.

Die Schneebasis besteht zu Beginn der Skisaison hauptsächlich aus maschinell hergestelltem Schnee. Diese Schicht ist viel härter und verzeiht weniger Fehler als die, die wir aus der Hochsaison kennen. Stürze können daher schmerzhafter und folgenschwerer sein.

Gehen Sie deshalb in ein Skigeschäft, um Ihre Ausrüstung einem umfangreichen Funktionstest zu unterziehen. An neue Skischuhe oder ein neues Paar Ski muss man sich womöglich erst gewöhnen. Haben Sie deshalb Geduld, während Sie sich an die Leistungsunterschiede gewöhnen, die neues Material mit sich bringen kann.

Suchen Sie sich Hilfe in einem professionellen Skigeschäft, wenn Sie Fragen bezüglich Ihrer Schuhe, Ski oder Bindungen haben. Die Mitarbeiter sollten in der Lage sein, Ihre Fragen zu beantworten und Probleme zu beheben oder Sie an ein anderes Geschäft weitervermitteln. Vermeiden Sie es, Ausrüstungen zu leihen, die Sie vorher nicht besagten Funktionstests unterzogen haben.

Am wichtigsten ist es, die ersten Tage auf der Piste gelassen anzugehen. Konzentrieren Sie sich auf Ihren Fahrstil: Nehmen Sie Stunden bei einem professionellen Skilehrer. Damit können Sie verhindern, dass Sie sich einen falschen Stil aneignen.

„Zu Beginn der Saison eine Unterrichtsstunde zu nehmen ist sehr gut, weil man Skifahren immer schrittweise lernt", sagt Brendan Doran, professioneller Skilehrer. „Es ist nicht nötig, eine Menge Sachen auf einmal zu lernen. Wenn man sich nicht überfordert, ist es unwahrscheinlicher, dass man sich verletzt."

Verbringen Sie vor der ersten Skifahrt einige Zeit damit, sich aufzuwärmen und zu dehnen. Im Hotelzimmer, auf der Hütte oder am Berg gibt es viele Orte, um sich vorzubereiten. Schütteln Sie Ihre Arme und Beine, um den Kreislauf anzuregen. Dehnen Sie vorsichtig Ihre hintere und vordere Oberschenkelmuskulatur sowie die Hüfte. Halten Sie die Dehnung jeweils 30 Sekunden, wobei diese gleichbleibend und nicht federnd durchgeführt werden sollte. Die Dehnung sollte sich gut anfühlen und nicht schmerzhaft sein.

Wenn Sie diese Ratschläge befolgen, sollten Sie fit und bereit für den Start in den Winter sein!