Zermatt ist das erste Skiresort, das eine auf innovativer Minentechnologie basierende Schneekanone bestellt hat.

Als Neuling der Tourismusbranche macht diese Anlage die Schneeproduktion bei jeglichen Außentemperaturen bei nur niedrigem Energieverbrauch möglich. Diese hochmoderne Technologie wurde in Israel entwickelt und wird dort als Kühlanlage in Goldbergwerken eingesetzt.

Das Matterhorn ist das größte und einzige Schneegebiet in den Alpen, wo auch im Sommer beste Schneeverhältnisse herrschen, trotzdem reicht Anfang Oktober die Gletscherpiste nur bis 500 Meter vor die Bahnstation, so dass die verbleibende Strecke zu Fuß zurückgelegt werden muss. Das soll sich nun mit der neuen Schneekanone ändern.

Daniel Loggen, Direktor von Zermatt Tourismus sagt: „In den letzten Jahren haben wir einen Rückgang der Buchungen zwischen Oktober und Dezember feststellen können. Wir möchten unseren Gästen das perfekte Skivergnügen bieten, diese Neuheit kam also gerade zur rechten Zeit".

Die neue Schneekanone kostet ca. zwei Millionen Franken. Skifahrer der Vorsaison werden dieses Jahr von dieser innovativen Anlage in Zermatt profitieren.

Die Anlage funktioniert wie ein Gefrierschrank - es handelt sich um einen geschlossenen Behälter, in dem Wasser einem Vakuum ausgesetzt wird. Ein kleiner Anteil des Wassers verdampft, und das restliche Wasser gefriert zu Schnee, was mit einer Rate von 40 Kubikmetern pro Stunde ausgestoßen wird.

Die Schneekanone ist grüner als man erwarten könnte: der Energieverbrauch ist mit dem eines Haushalts vergleichbar.