Freeriden bedeutet für viele Wintersportler das ultimative Freiheitsgefühl. Das Kribbeln, das man verspürt, wenn man zurück schaut und seine Spuren im Schnee sieht, kann süchtig machen. Das Freeride-Paradies Diavolezza/Lagalb begeistert mit einer 10 Kilometer langen Gletscherabfahrt, mit unverspurten Couloirs am Steilhang der Lagalb oder mit Skitouren gen Süden ins Puschlav. Damit sich niemand unvorbereitet ins grosse Abenteuer wagt, sind entsprechende Ausbildung und eine Top-Ausrüstung Pflicht. Das Alpine Safety Center auf der Diavolezza bietet entsprechende Kurse an. Wer anderen beim Freeriden lieber zuschaut und dazu noch starke Nerven hat, der sollte auf keinen Fall das „Stimorol Engadinsnow“, der vom 29. Januar bis 6. Februar 2011 am Corvatsch stattfindet, verpassen.

Die längste Gletscherabfahrt der Schweiz
Gletscher? Ski? 10 Kilometer? Piz Bernina? Was hat das miteinander zu tun? Ganz viel, denn das sind die Fakten der Gletscherabfahrt Diavolezza. Die längste Gletscherabfahrt der Schweiz führt unter den Gipfeln der Berninagruppe auf der 10 Kilometer langen, unpräparierten Naturpiste über den Pers- und Morteratschgletschers vorbei an eisig blauen Gletscherspalten –Abenteuer pur. Nach etwa 45 Minuten fährt man direkt an die Sonnenterasse des Restaurants Morteratsch und von dort geht’s mit der RhB bequem zurück zur Talstation Diavolezza. Wer die Gletscherabfahrt zum ersten Mal unter die Skier nimmt, dem ist die Abfahrt mit einem Führer empfohlen, denn dieser kennt den Gletscher und seine Spalten wie seine Westentasche. Wer statt Gletscherspalten lieber eine Schneedecke vor sich ausgebreitet sieht, wonnig weiss wie Watte und gänzlich unberührt, der ist im Gebiet Lagalb genau richtig. Unberührte Couloirs (Felsrinnen) warten darauf, mit herrlichen Schwüngen erobert zu werden. Am schönsten ist es dort übrigens in der Nachmittagssonne.

Freeride-Touren für Fellgänger
Nicht jeder sucht „nur“ die Abfahrt. Tourengänger besteigen mit Vorliebe erst den Berg, bevor sie sich, mit selbigen im Rücken, wieder talwärts schwingen. Die Tour „Val Arlas“ führt ab der Bergstation Diavolezza zur Sesselbahn Diavolezza Firn. Von dort geht es am Piz Trovat vorbei und weiter zum Sass Queder. Im halbkreisförmige Talkessel, der sowohl eine Ost-, Nord- und Westexposition aufweist, gibt es für Tiefschneekönner im Winter bei jedem Sonnenstand die richtige Linie. Die 837 Höhenmeter „lange“ Tour endet in Alp Bondo Sur, von wo aus man via Verbindungslift Lagalb den Transportbus zurück zur Talstation der Diavolezza nehmen kann. Die Tour „La Rösa“ ist besonders im Frühling beliebt, wenn gegen Ende des Winters der Schnee zu firnen beginnt. Mit Blick auf die grüne Ebene des frühlingshaften Val Poschiavo führt die Tour am Südostagrat der Lagalb entlang zur Motta Bianca und weiter zur Strasse nach Livigno. Von dort bis zum Zollhaus, von wo der Rücktransport, nach Anmeldung und Bezahlung an der Lagalbkasse, wartet.

Freeridespass? Aber sicher!
Damit das Freeriden ein sicheres Vergnügen bleibt, ist Ausbildung Pflicht. Das Alpine Safety Center auf der Diavolezza vermittelt Freedridern und Alpinisten in verschiedenen Kursen Wissen rund um die Gefahren der Bergwelt: Im Lawinen-Trainings-Center spüren die Teilnehmer vergrabene Sender mit dem Lawinen-Verschütteten-Such-Gerät auf und lernen den Umgang mit Schaufel und Sondierstange. (Buchungen über die Bergbahnen Engadin St. Moritz AG, Tel.: +41 (0)81 830 00 00 oder per E-Mail: info@best.ch.) Der Lawinen-Lehrpfad informiert anhand von Tafeln über die Besonderheiten von Schnee, Bergen und Lawinen. Das Angebot umfasst Einführungs- oder mehrtägige Kurse. Eines sollte jedem Freerider bewusst sein: Mann kann der Natur nicht näher sein, als beim Freeriden. Aber eben auch nicht näher an den Gefahren der Natur. Es gelten daher die Grundsätze: Man fährt nie alleine, immer mit Lawinensuchgerät und ABS-Rucksack, mit Helm, Schaufel und Sondierstange. Ausserdem: Aktuelle Lawinenreports und Wetterlage vor der Abfahrt genau checken. Dann steht dem Freiheitsvergnügen „Freeriden“ nichts mehr im Wege.

Wer das Freeriden mal in der ‚fortgeschrittenen Variante“ mit eigenen Augen sehen möchte, der sollte auf keinen Fall das „Stimorol Engadinsnow“ am Corvatsch verpassen. Vom 29. Januar bis am 6. Februar 2011 wagen sich nur absolute Freeridecracks in die bis zu 60% steile Corvatsch-Nordwand. Neben dem Freeride-Spektakel zeigen sich die Profis beim Big Air Contest die Snowboardkanten und am Freitagabend steigt die grosse Party an der Corvatsch Snow Night.

Weitere Informationen
ENGADIN St. Moritz Mountain Pool
Via San Gian 30
7500 St. Moritz
T: +41 (0)81 830 00 00
F: +41 (0)81 830 00 09

Email: info@best.ch

Web: www.engadin.stmoritz.ch