Das 24-Stunden-Mountainbike-Rennen in Lofer hat am Pfingstwochenende eine tolle Premiere gefeiert. Vor einer großen Zuschauerkulisse setzte das Achter-Team des HSV St. Johann mit 181 Runden die Bestmarke. Michael Kochendörfer lieferte mit 146 Runden auf der 5,6 Kilometer langen Strecke den Topwert bei den Solobikern.

Durch Ort und Tunnel
Ganz Lofer war von Samstag bis Sonntag auf den Beinen und machte das 24-Stunden-Event zu einem richtigen Stadtfest. Dass die Strecke Tag und Nacht durch den 2000-Einwohner-Ort hindurchführt, erwies sich als Glücksfall. In Lofer empfand man das nicht als unerwünschte Ruhestörung, sondern man machte begeistert mit und sorgte damit für eine Atmosphäre, die von den Dauerbikern vielfach gelobt wurde. Weil es nicht nur durch das Städtchen sondern auch noch durch einen Tunnel ging, machte das Wort vom „Monaco des Mountainbikesports“ schnell die Runde. Dieses edle Attribut hat sich die Premiere der 24 Stunden von Lofer aber auch verdient. „Für eine erste Auflage ist es sensationell gelaufen. Die Zusammenarbeit mit Lofer Concepts und der Gemeinde war prima und wir können rundum zufrieden sein. Das Feedback der Teilnehmer war überaus positiv, es war einfach ein cooles Feeling in dieser Atmosphäre“, zog Stephan Salscheider von der organisierenden SKYDER SPORTPROMOTION am Sonntagabend Bilanz.

Tolle Leistungen trotz Regenschauern
Gewinner waren im Grunde alle Beteiligten. Sportlich gesehen war es das Achter-Team des HSV St. Johann das 181 um den 5,6 Kilometer langen Kurs kurvte und vier Runden mehr zustande brachte als das Quartett von den Lokalmatadoren des RC-Martins-Bikeshop in Unken. Auf 172 komplette Runden kamen deren Teamkollegen, die mit acht Mann unterwegs waren. Dass Michael Kochendörfer bester Solobiker werden würde, das war vom Europameister durchaus zu erwarten. Er absolvierte 146 Runden. Allerdings hätte er sich keine langen Ruhepausen erlauben dürfen, denn er hatte in Markus Pielenz (141) und Thomas Walcher (139) ernsthafte Konkurrenten. Im Zweier-Ranking lieferten sich Hannes Kocher/Kurt Cottogni (158) und Alexander Kostner/Hubert Ellinger (156) ein enges Duell. Einzige Wermutstropfen im gelungenen Event-Cocktail waren mehrfache Regenschauer, die es den Teilnehmern noch schwerer machten. Dennoch blieben genügend Sonnenstunden, um das wunderbare Bergpanorama im Saalachtal zu genießen, das die 24 Stunden von Lofer zusätzlich zu einem Landschaftserlebnis macht.

Große Spende, Pläne für nächste Auflage
Die Charity-Aktion für Pro Juventute brachte insgesamt rund 5.000 Euro ein, so dass auch hier ein Erfolg verbucht wurde. Davon kamen 1.500 Euro von der SKYDER SPORTPROMOTION, die zehn Cent pro gefahrene Runde ausgesetzt hatte. „Es war ja schon klar, dass wir den Event längerfristig angehen, aber nach so einem Auftakt fällt es natürlich leicht die nächste Auflage zu planen. Wir freuen uns schon auf 2011“, sagte Salscheider stellvertretend für sein Team.

Ergebnisse und weitere Informationen auf www.24h-lofer.at