Auf Österreichs Gletschern ist es kalt im Mai. Vier von ihnen bieten auch jetzt noch Ski- oder Snowboardfahren an, nachdem der Mölltaler Gletscher am vergangenen Wochenende die Saison beendet hat. Die Temperaturen auf den Gletschern sanken bis auf minus 10 Grad ab, bei einem Höchstwert von minus 5 Grad.

Am Kaunertaler Gletscher wird Neuschnee vorausgesagt. Die Schneedecke dort ist noch 90-140 cm hoch und alle Skilifte und Pisten sind geöffnet. Ähnliche Skibedingungen herrschen am Kitzsteinhorn bei Kaprun, wo neun Lifte Skifahrer auf die Pisten befördern. 193 cm hoch liegt dort der Schnee. Auch auf dem Stubaier Gletscher nahe Innsbruck ist es minus 10 Grad kalt, bei 180 cm Schneehöhe. 5 cm Schneefall wurden von dort gemeldet. Über das größte noch offene Skigebiet der Alpen verfügt aber wohl der Hintertuxer Gletscher. 43,5 Pistenkilometer kann man hier noch befahren, 13 Lifte sind in Betrieb und 295 cm Schnee werden von der Bergstation gemeldet.

In der Schweiz kann man zwischen Engelberg, St Moritz und Zermatt wählen, wenn man an diesem Wochenende skifahren möchte. Zermatt betreibt dabei Europas höchste Skilifte. Bis auf 3900 Meter befördern sie auch zu dieser Jahreszeit Skifahrer hinauf, die sich über Schneehöhen von nur knapp unter zwei Metern freuen können. In Engelberg sind es die letzten Wochen der Skisaison, aber der Ice Flyer-Skilift dort bringt immer noch Wintersportler auf den Gletscher, auch wenn dieser nicht vor 11 Uhr morgens öffnet. Der Diavolezza-Gletscher bei St Moritz im Engadin ist ebenfalls noch offen und meldete am vergangenen Freitag Neuschnee am Berg, wobei dort bloß noch 50 cm Schneehöhe gemessen werden und am unteren Ende der Pisten kein Schnee mehr übrig ist.

In Italien steht in diesem Mai nur noch für erfahrenere Wintersportler geeignetes Skiterrain zur Verfügung. Das einzige dort noch offene Skigebiet ist der Presena-Gletscher. Zwei rote und eine schwarze Piste bleiben befahrbar. Hier oben liegt das ganze Jahr über hoher Schnee (im Moment noch mehr als vier Meter). Ab dem übernächsten Wochenende wird mit dem Passo Stelvio dann ein zweites italienisches Gletscherskigebiet geöffnet sein.