In der Schweiz liegt das Lötschental unter einer dicken Schneedecke, der höchsten des Landes. Bis zu 236 cm Schnee wurden dort gemessen. Heute fielen weitere 23 cm Neuschnee, innerhalb einer Woche waren es 77 cm. Am meisten Neuschnee gab es jedoch mit 110 cm in sieben Tagen im Skigebiet Nax, 30 cm davon allein heute an Silvester. Andere Schweizer Skiressorts mit tiefem Schnee sind St. Moritz und Andermatt-Gotthard – über zwei Meter beträgt die Schneehöhe dort. Das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) stuft die Lawinengefahr in dem Alpenland als verbreitet erheblich ein.

Viel Schnee auch auf Österreichs Gletschern
In Österreich gab es zu Weihnachten ebenfalls Schnee. In den Gletscherskigebieten fiel am meisten davon, Schneedecken von zwei Metern und mehr sind dort nun die Regel. Auch zahlreiche andere Ressorts bekamen an den Feiertagen immerhin 5-10 cm Neuschnee hinzu. Sölden meldete gestern abermals 10 cm Schneefall, im Verlauf einer Woche häuften sich dort 35 cm an. 30 cm in einer Woche waren es in den Skigebieten Großglockner / Heiligenblut sowie Montafon Gargellen, 25 cm in Lech Zürs am Arlberg.

Hohe Lawinengefahr in Frankreich
Auch in Frankreich verlief das Weihnachtsfest schneereich. Trotz gestiegener Temperaturen fiel das Weiß in den Bergen vom Himmel. Im Skigebiet Chamonix war der Schneefall dabei in der vergangenen Woche einer der heftigsten Europas: 103 cm in sieben Tagen wurden aus dem Ressort gemeldet. 40 cm Schneefall in einer Woche gab es in den Südalpen in Serre Chevalier und 35 cm in La Clusaz in den Nordalpen. In Tignes und Val d'Isere wird in den kommenden Tagen ebenfalls mit starkem Schneefall gerechnet. Vor allem in letzterem Skigebiet wäre dies sehr willkommen, denn dort hatte es zuletzt einen Temperaturanstieg mit einigem Regen gegeben.

Das Lawinenrisiko in den Alpen – in der vergagenen Woche kam es zu mehreren schlimmen Unfällen – erreicht im französischen Montgenevre die höchste Warnstufe. Mit 180 cm ist die Schneehöhe in diesem Gebiet die größte des Landes. Ste Foy Tarentaise und Serre Chevalier erreichten die zweithöchste Warnstufe.

Starke Schneefälle in Italien
Die Skigebiete in Italien melden zum Teil ebenfalls starke Schneefälle. In Bormio, wo nun Ski-Weltcup-Rennen bevorstehen, waren es 90 cm in sieben Tagen. 80 cm fielen im selben Zeitraum in Livigno. Auch Sestriere und Courmayeur hatten 60-65 cm zu verzeichnen.