Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen schon seit Monaten. Minutiös bereitet sich der 6-fache Skiweltrekordhalter Christian Flühr (www.cf-1.net) seit dem Sommer auf seinen letzten Weltrekordversuch im Marathon-Skifahren vor. Am 24. Januar 2007 schnallt er seine Ski dann an und macht sich in Zell am See (Salzburger Land) auf ein weiteres Kapitel Skigeschichte zu schreiben. Am Hausberg von Zell am See, der Schmittenhöhe, will der Ausnahmesportler einen Schlusspunkt unter eine einzigartige Erfolgsgeschichte setzen. Sein Plan ist es erst am 3. Februar 2007 wieder von seinen Skiern zu steigen.

Marathon-Skilauf - eine deutsche Domäne
Seit Jahren ist der Marathon-Skilauf eine deutsche Domäne. Selbst verschiedene Österreicher konnten den deutschen Champion nie ernsthaft gefährden. Christian Flühr, der mitten im Ruhrgebiet aufgewachsen ist und seit 16 Jahren im Hochallg äu und in München lebt, holte die Rekorde 1999 aus Kanada nach Europa. Die erste Rekordfahrt fand genau in dem österreichischen Bundesland statt, in dem nun der siebte Rekord aufgestellt werden soll.

Nun schließt sich der Kreis
"Damit schließt sich der Kreis und es reicht. Es fing mit 68:23 Stunden im Salzburger Land an und nach 240 Stunden hier in Zell am See ist Schluss für mich. Ich werde Anfang Mai 34 und will nicht wie Axel Schulz im Boxen enden", erzählt Flühr. Nach seiner ersten Rekordfahrt schraubte der Deutsche den Rekord in immer neue unglaubliche Höhen, Christians aktuelle Bestmarke liegt bei 222 Stunden und 22 Minuten, die er bei einem deutsch-österreichischen Duell in Oberaudorf Ende 2005 aufstellte.

Enormer Aufwand für einen unglaublichen Plan
Auf den Rekord bereitet sich, der für den Skiclub Oberhausen (Ruhrgebiet) laufende Außnahmeathlet, bereits seit dem Sommer vor. "Ohne eine genau geplante Vorbereitung geht es nicht. Das ist ja schon ein bisschen mehr als mal eben zum Skifahren zu gehen." Lächelt Flühr und weiß warum: Der Weltrekordhalter steht bei seinem letzten Weltrekordversuch so lange auf den Ski wie ein normaler Skitourist in den gesamten Winterurlauben seines Lebens. Dazu kommt ein Logistik- und Materialaufwand, der einer normalen alpinen Skinationalmannschaft entspricht. "Wer nimmt schon zehn Skianzüge mit zum Skifahren?" Eine berechtigte Frage. Insgesamt wird ein Tross von 30 Personen den Weltrekordhalter nach Zell am See begleiten, um das unglaubliche Projekt Wirklichkeit werden zu lassen: 240 Stunden nonstop an der Schmittenhöhe unterwegs!

Der Schneemangel ist kein großes Problem an der Schmittenhöhe
Trotz gewaltiger Schneeprobleme in den gesamten Alpen, das Traditionsrennen auf der Streif in Kitzbühel steht kurz vor der Absage, sieht die Welt an der Schmittenhöhe in Ordnung aus: Nahezu das gesamte Skigebiet ist geöffnet und dank umfangreicher Beschneiung präsentieren sich die Pisten bis ins Tal in einem perfekten Zustand, so dass an der ursprünglichen Planung festgehalten werden kann. Denn es ist vorgesehen den Cityexpress für die Nächte zu nutzen, der bis in den Ortskern von Zell am See führt. Dazu sagen die Wetterforscher für das kommende Wochenende umfangreiche Schneefälle bis in tiefe Lage voraus, wodurch sich die Schneelage noch einmal deutlich verbessern würde.

Die letzten Vorbereiteungen laufen
In seiner Wahlheimat, dem Hochallgäu, nutzt der Extremsportler nun die Zeit, um die letzten Vorbereitungen für das größte Abenteuer seines Lebens zu treffen. Klamottenberge türmen sich in der Wohnung des Ausdauerweltmeisters auf und die Medien geben sich in Obermaiselstein seit letzter Woche die Klinke in die Hand. "Wichtig ist jetzt direkt vor dem Start ausgeschlafen zu sein, um dieses Mammutprogramm runterspulen zu können. Deshalb kann ich auch nicht mehr jeden Termin wahrnehmen", bittet das deutsche Skiaushängeschild um Verständnis.

Erste Einblicke in das Vorhaben von Flühr
Einen ersten Einblick in Sachen Rekordvorbereitung gibt es bereits am heutigen Montagabend (15. Januar 2007), im Regionalfenster von RTL gegen 18 Uhr und auf München.TV (via Astra 1f europaweit und per Internetstream weltweit, www.muenchen-tv.de) im Rahmen der Sportsendung ab 20.15 Uhr. Am vergangenen Wochenende begleitete ein Team des Senders Christian und drehte eine so genannte Homestory.
Die Zeit bis Ende der Woche, wenn die Anreise nach Zell am See ansteht, will der Weltrekordler nutzen, um sich auszuruhen und noch ein bisschen auf Schnee zu trainieren.

Weitere Informationen auch auf den Sonders eiten zum Weltrekord auf www.cf-1.net.