Nicht weniger als 34 Nationen standen am Start zum Riesenslalom-Wettbewerb der FIS am Pitztaler Gletscher - und Österreich gewann bei den Damen und Herren. Zur großen Skitalenteschau trafen sich Damen und Herren Teilnehmer aus dem Libanon, der Türkei, Israel aber auch Deutschland, Italien und Österreich, sowie viele kleine Teams aus des ehemaligen Ostblockländern. Das Teilnehmerfeld war damit nahezu weltmeisterschaftsverdächtig.

Damen und Herren beim Riesenslalom
Bei den Herren waren 166 Läufer am Start, bei den Damen 89, die den gleichen Riesenslalomparcours zu bewältigen hatten. Ideale äußere Bedingungen und hervorragende Pistenverhältnisse ermöglichten somit einen optimalen Vergleich zum Start der Rennsaison am Pitztaler Gletscher. Beide Bewerbe konnten von Österreich gewonnen werden, bei den Damen siegte die Steirerin Nicola Schmidhofer in 1.43,77 Minuten Bestplatzierte Tirolerin war h ier Nina Tipotsch in 1.44,88. Bei den Herren gab es mit Bernhard Graf in 1.38,70 einen Vorarlberger Sieg. Bester Tiroler war hier Fritz Dopferauf Platz fünf in 1.38,94 Minuten.

Nationenmix beim Slalom
Beim Slalom-Wettbewerb der FIS Tage am Pitztaler Gletscher standen hingegen die ausländischen Starter und Starterinnen auf das Podest. Bei den Herren gewann der 23-jährige Südtiroler Lucas Senoner in 1.18,38 Minuten vor dem Japaner Kensaku Katagiri und dem Russen Dimitrij Ulianov 0,65 Sekunden zurück. Bester Österreicher unter den 132 männlichen Startern war Johannes Unterberger in 1.19,81 Minuten. Bei den Damen waren 70 Läuferinnen am Start. Es siegte die 23-jährige Kroatin Yvonne Schnock vor Zana Novakovic (Bosnien Herzegowina) und der 17-jährigen Bulgarin Silvia Madjarska (1,13 Sekunden zurück). Beste Österreicherin war hier die 16-jährige Madeleine Spandl auf Platz neun.

Genera li Europacup der Behinderten
Am folgenden Wochenende hat das OK-Team aus dem Pitztaler Skiclubs St. Leonhard und Zaunhof dann wiederum Großeinsatz, wenn es an den Start zum Generali Europacup der Behinderten auf der gleichen Pisten los geht.

Mit Zeit, Geld und Ehrgeiz ans Ziel
Die Pitztaler FIS Tage am Gletscher, als Initiative zur Unterstützung der kleineren Skiverbände gedacht, zeigten deutlich, dass viele Länder bereits zum Saisonstart den internationalen Vergleich dringend suchen. Der Tross aus Aktiven und Betreuern umfasste circa 400 Personen, die sich über optimale Rennpisten auf dieser Höhenlage freuen konnten. Auch die sogenannten Exotennationen investieren viel Zeit, Geld und Ehrgeiz, um im alpinen Rennsport bald den Anschluß zur Weltspitze zu finden , um so dem Weltcup mehr internationales Flair zu verleihen.

Unterstützung für aufstrebende Skinationen
Die durchführen den Skiclubs SC St. Leonhard und WSV Zaunhof, unterstützt vom veranstaltenden ungarischen Skiverband, werden daher versuchen, Dank der Schneesicherheit des Pitztaler Gletschers, auch im kommenden Jahr schon frühzeitig FIS-Wettbewerbe zu organisieren. Obwohl Sponsoren zurückhaltend sind und Übertragungszeiten im Fernsehen fehlen, muß den aufstrebenden Skinationen weiterhin Gelegenheit geboten werden Rennpraxis zu sammeln.