Wir waren mal wieder auf Tour für euch und haben uns diesmal das größte Skigebiet im Zillertal angesehen: Die Zillertal Arena. Mit insgesamt 169 Pistenkilometer erstreckt sie sich von den Orten Zell im Zillertal über Gerlos bis nach Königsleiten, das bereits im Salzburger Land ist. Wir sind also einmal mit den Skiern von Tirol bis ins Salzburger Land und wieder zurück gefahren - wie das so war und ob das alles an einem Tag machbar ist, hat Markus Hahn für euch getestet:

Strahlend blauer Himmel dank Zwischenhoch

Schon vor einer Woche habe ich den Termin für meine Erkundungstour ins Zillertal festgelegt - ohne zu wissen, was für ein Wetter an dem Tag herrschen würde. Der liebe Petrus scheint es gut mit mir zu meinen - denn nach zwei Schlechtwettertagen, ist für heute den ganzen Tag strahlender Sonnenschein gemeldet. Sehr gut. Diese Nachricht haben aber scheinbar auch viele andere wahrgenommen, denn als ich um 9:15 Uhr den Parkplatz in Zell erreiche, ist dieser schon gut gefüllt - nicht das beste Zeichen für so ein großes Skigebiet. Egal - die Auffahrt mit der Karspitzbahn ging schnell und nach wenigen Minuten stand ich auf über 2200 Meter und konnte ein erstes tolles Panorama über das ganze Zillertal genießen.

Tagesziel Arenatour

Mein Tagesziel war klar - ich wollte einmal die ganze Arena abfahren - von Zell über Gerlos bis Königleiten mit der Gerlosplatte. Eine solche Tour verlangt etwas Disziplin, schließlich ist die einfache Arena Tour mit 153 Minuten im Skiplan angegeben, hin und zurück also gut fünf Stunden - wobei Wartezeiten an den Liften noch nicht mit eingerechnet sind. Dazu möchte man auch noch die ein oder andere Abfahrt ein zweites Mal machen - vielleicht nimmt man auch mal den falschen Lift - jedenfalls sollte man dieses große Ziel schon spätestens gegen 10 Uhr vormittags beginnen, um nicht in Zeitdruck zu geraten. Besser ist es, bereits um 9 Uhr zu starten, denn sonst geht es euch so wie mir an diesem Tag und ihr fahrt mit einer großen Karawane Richtung Salzburger Land.

Mit dem Krimml Express Richtung Gerlos

Ich bin also heute nicht alleine unterwegs. Das merke ich bereits bei der ersten Bahn Richtung Krimml-Express. Allerdings muss ich zugeben, dass es sich stets um moderne Bahnen handelt - allzu lange muss ich also nicht auf die Bergfahrt warten. Trotzdem wird auch der Skigenuss auf meiner Abfahrt durch die hochalpine Wilde Krimml auf Grund der vielen Menschen etwas getrübt. Erst als ich schließlich das Ebenfeld - sozusagen das Skigebiet von Gerlos - erreiche, kommt ein erster Carvingspaß auf. Die Warteschlange am dazugehörigen Lift hält mich davon ab, die schöne Piste nochmal zu fahren und so fahre ich lieber weiter auf meiner Tour durch die Arena.


Nadelöhr Fussalm

Unten angekommen, erwartet mich die nächste lange Warteschlange, die ich auch nicht umgehen kann. An einer alten, kurzen Doppelsesselbahn stauen sich die Leute - 10 Minuten Wartezeit waren es am Ende - für mich leider nicht erklärbar, wieso man diesen wichtigen Lift noch nicht durch einen kapazitätsstärkeren ersetzt hat. Egal - nach zwei weiteren Liftfahrten bin ich auf der Königsleitenspitze angekommen - und endlich dort, wo die sich die schönsten Pisten befinden. Jetzt kann der Pistenspaß beginnen!

Modernisierung Königsleiten - moderne Gondelbahnen

In den letzten Jahren wurde viel in die Modernisierung der Liftanalagen im Skigebiet von Königsleiten investiert. So wurden viele langsame Doppelsesselbahnen durch moderne Gondelbahnen ersetzt - hier kann man sich jetzt also austoben. Ich werde gleich mal die Abfahrt an der neuen Gipfelbahn testen - ein Traum! Ein Blick auf die Uhr verrät mir allerdings - ich muss weiter, damit ich auch noch die Pisten am Plattenkogel kennenlernen kann.

Plattenkogel - der Carvingtraum schlechthin

Wenig später stehe ich an der Achtersesselbahn, die mich auf den Plattenkogel bringen soll. Hier ist im Vergleich zum restlichen Gebiet bisher am wenigsten los. Die Pisten sehen traumhaft aus - schön breit, gleichmäßig geneigt, perfekt zum Carven! Und tatsächlich - egal welche Abfahrt ich hier am Plattenkogel nehme, eine ist besser wie die andere. Insgesamt fünf Abfahrten schaffe ich am Ende, bevor ich schnell in der Duxer Alm eine kleine Stärkung zu mir nehme. Es ist bereits zwei Uhr Nachmittags - ich sollte mich also so langsam aber sicher auf den Weg zurück machen.

Aufpassen auf die Zeit - Betriebsschluss 16:00 Uhr!

Als ich wieder im Skigebiet von Königsleiten rund um die Königsleitenspitze bin, kann ich es nicht lassen und fahre noch drei weitere Pisten - zu schön geht es hier oben. Allerdings bin ich nun mit 15 Uhr reichlich spät dran - schließlich muss ich ja spätestens um 16:00 Uhr den Krimml Express erreichen um noch nach Zell und meinem Auto zu kommen. Leider kommt es auf dem Weg zurück erneut zu kräftigen Wartezeiten - heute sind einfach zu viele Menschen unterwegs. Kurz nach 16:00 Uhr stehe ich schließlich an der wichtigen Verbindungsbahn - und das nicht alleine. Großes Lob an die Bergbahnen, die die Bahn so lange in Betrieb halten, bis auch die letzten den Weg zurück geschafft haben. Auf der letzten Abfahrt des Tages Richtung Wiesenalm, merkt man der Piste an, wie viele Gäste sie heute benutzt haben - und so sitze ich schließlich um 16:30 Uhr in der Gondelbahn, leicht erschöpft und irgendwie erleichtert, es rechtzeitig zurück geschafft zu haben.

Fazit - nicht in der Hochsaison!

An einem Hochbetriebstag wie heute, ist die Arena Tour durch die komplette Zillertal Arena nicht zu empfehlen. Der Blick auf die Uhr ist sonst der ständige Begleiter und zerstört die Gemütlichkeit beim Skifahren. Wenn weniger los ist und man nicht mehrere Minuten Wartezeiten bei den Liften mit einkalkulieren muss - ist diese Tour sicher ein einmaliges Skierlebnis.

Autor: Markus Hahn