Viktoria Rebensburg konnte beim Weltcup-Finale in Schladming (AUT) ihren ersten Weltcupsieg im Super-G feiern. Sie gewann in 1:24,54 Minuten vor Julia Mancuso (USA, + 0,18) und Marion Rolland aus Frankreich (+ 0,21). Die große Favoritin Lindsey Vonn (USA) patzte auf dem Weg zum Sieg und schaffte die 2.000er Marke noch nicht. Den Super-G-Weltcup holte sie sich dennoch.

Rebensburg mit starker Leistung

Die erste Richtzeit setzte am Donnerstag wieder Marion Rolland mit der Startnummer zwei. Wie schon bei der Abfahrt zeigte sie eine starke Leistung und ging gleich wieder in Führung. Diese hielt bis zu Viktoria Rebensburg, die einen sehr guten Tag erwischte. Konstant stark fuhr sie auf der Ideallinie und baute kontinuierlich ihren Vorsprung auf Rolland aus. Damit übernahm die Deutsche die Führung und war zufrieden: „Ich hab alles probiert und den Ski laufen gelassen. Das hat gut funktioniert.“ Das sollte am Ende für den Sieg reichen.

Mancuso kommt nah dran

Die folgenden Fahrerinnen konnten nicht im Ansatz die Zeit von Rebensburg angreifen, so auch nicht Daniela Merighetti oder Elisabeth Görgl. Am ehesten kam noch Julia Mancuso mit der Startnummer 16 heran. Die US-Amerikanerin begann gut und war oben noch zeitgleich mit Rebensburg. Dann musste auch sie mit der nachlassenden Piste kämpfen und es reichte nicht ganz zur Führung. Knapp war sie hinter Rebensburg und wurde im Endklassement Zweite.

Vonn patzt

Nach Mancuso kam Lindsey Vonn und diese machte von Beginn an klar, dass eigentlich nur sie hier gewinnen konnte. Doch bei der Einfahrt in den Schlussteil machte sie einen großen Fehler, kam in den Sulz, stand fast und verlor viel Zeit. Damit war sie nicht auf dem Podium als Sechste. Bis zum Fehler hatte Vonn einen Vorsprung von über einer Sekunde herausgefahren und so muss Vonn weiter auf das Erreichen der 2.000 Punkte warten, hatte aber den Super-G-Weltcup sicher. Vonn hat jetzt 1948 Punkte und noch zwei technische Rennen vor sich.


Wieder kein Top-Ergebnis für Höfl-Riesch

Maria Höfl-Riesch hatte einiges gutzumachen nach der Schlappe vom Mittwoch. Dementsprechend aggressiv war sie am Anfang unterwegs. Doch schon oben war sie etwas zurück und konnte nicht mehr so viel aus der Piste herausholen. Unten verlor sie nochmals deutlich und war so aus den Punkten heraus als 17. Besser machte es da Veronique Hronek, die dritte deutsche Starterin. Sie kam mit einer relativ hohen Startnummer und machte das Beste daraus. Das reichte zum 14. Platz und Weltcuppunkten.

Weitere Favoritinnen ohne Chance

Auch Anna Fenninger war nicht auf dem Podest. Sie hatte zwar wieder eine solide Fahrt, doch richtig stark war das nicht und so musste sie mit dem vierten Platz vorlieb nehmen. Und auch Tina Maze konnte keine optimale Fahrt zeigen und war nicht in der Nähe des Podestes ebenso wenig wie Tina Weirather. Die Piste ließ einfach nicht mehr zu und so konnte Viktoria Rebensburg ihren ersten Super-G-Sieg der Karriere feiern.

Pärson zelebriert Abschied

Der Super-G war auch das letzte Rennen von Anja Pärson, die nach der Saison zurücktreten wird. Im Ziel war sie als Achte nicht so schlecht platziert, aber das war eher nebensächlich. Dort warteten schon die Teamkolleginnen mit Champagner und Pärson ließ sich von ihnen und den Zuschauern feiern. Zudem zelebrierte sie zusammen mit den Teamkolleginnen ihren berühmten 'Bauchklatscher'.

Am Freitag steht in Schladming der Nations Team Event an, bevor es am Wochenende mit jeweils einem Riesenslalom und einem Slalom weitergeht.