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Mit einer Demonstration ihrer Stärke hat Lindsey Vonn auch die letzte Abfahrt der Saison in Schladming (AUT) für sich entschieden und einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einem neuen Punkterekord gemacht. In 1:46,56 Minuten war sie im Ziel 0,92 Sekunden vor der Überraschungszweiten Marion Rolland aus Frankreich. Auf den dritten Rang kam Tina Maze aus Slowenien.

Kurvige Strecke

Im Gegensatz zu den Herren war die Anfahrtskugel schon vor dem Rennen an Lindsey Vonn vergeben, doch die Plätze zwei bis vier in der Disziplinenwertung waren nur durch neun Punkte getrennt. Da war noch Spannung drin. Die Damen fuhren nach den Herren und auch beim Damenrennen präsentierte sich die Piste im oberen Teil noch hart, doch im unteren Bereich war der Schnee weicher. Wer von der Ideallinie abkam, der hatte im Sulz schlechte Karten. Viele Kurven machten die Strecke zudem zu einer interessanten Angelegenheit.

Maze geht zunächst in Führung

Die ersten guten Zeiten im Abfahrtsfinale gelangen dann Nadja Kamer und Johanna Schnarf mit den Startnummern fünf und sechs, wobei die Italienerin Schnarf etwas schneller war und damit in Führung lag. Bei Tina Maze kurze Zeit später ging es auch um den zweiten Platz im Gesamtweltcup. Die Slowenin war im oberen, Super-G ähnlichen Teil, oben dabei und unten fuhr sie eine engere Linie und war damit knapp vorne. Da zahlte sich die aggressive Fahrt aus. Das sollte am Ende zum dritten Rang reichen.

Rebensburg verpasst Top-Ten knapp

Dann kam mit Startnummer elf die erste Deutsche. Viktoria Rebensburg begann gut, doch im weiteren Verlauf erwischte sie einige der Kurven nicht optimal und war zu weit von der Ideallinie weg. Im Ziel hatte sie knapp eine Sekunde Rückstand. Am Ende reichte dies zum elften Platz. Auch Anna Fenninger danach wurde im oberen Bereich einige Male ausgehoben und hatte deutlichen Rückstand im Ziel. Mit Marion Rolland gab es wieder einen Führungswechsel. Die Französin fuhr gerade oben eine sehr gute Fahrt und war da deutlich vorne. Ins Ziel rettete sie noch drei Zehntel und jubelte.


Für Weirather war mehr drin

Die Favoritinnen gingen danach auf die Piste. Daniela Merighetti machte den Anfang und die Italienerin hatte große Probleme im Mittelteil, verlor die Ideallinie und schied aus. Bei ihrem Sturz passierte aber nichts. Mit Tina Weirather kam die Trainingsschnellste und sie musste einige Male zu Beginn mit der Ideallinie kämpfen und verlor so etwas an Zeit. Unten dann drehte sie auf und war sehr schnell unterwegs. Im Ziel reichte es dann nicht ganz und sie war hinter Rolland und Maze.

Höfl-Riesch ohne Chance

Keine optimale Fahrt erwischte Maria Höfl-Riesch, die in ihrem Lauf immer mehr an Zeit verlor. Viele kleine Fehler prägten den Lauf der Deutschen und so musste sie im Ziel einen deutlichen Rückstand in Kauf nehmen. Damit war sie nicht in den Top-Ten und wurde 13. Ihr lagen die Bedingungen einfach nicht. Besser machte es da vor allem oben Julia Mancuso. Die US-Amerikanerin kam dann aber etwas aus der Balance und verlor unten viel Zeit.

Vonn souverän zum Sieg

Nach Marie-Marchand Arvier, die nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun hatte, kam die Weltmeisterin Elisabeth Görgl. Die Österreicherin hatte ihre eigene Linie oben, doch dies war nicht der optimale Weg. Unten kam noch einmal Rückstand dazu und so war auch Görgl nicht auf dem Podest. Immer noch führte Rolland, doch nun kam Lindsey Vonn und die lag von der ersten Zwischenzeit an vorne und baute die Führung kontinuierlich aus. Wieder eine perfekte Fahrt der US-Amerikanerin und der deutliche Sieg!

Magische Punktzahl rückt näher für Vonn

Damit hat Lindsey Vonn nun unglaubliche 1.908 Punkte auf dem Konto und so rückt die magische Zahl von 2.000 immer näher für Vonn. Schon am Donnerstag beim Super-G kann sie dies mit einem weiteren Sieg erreichen. Im Abfahrtsweltcup konnte sich Tina Weirather mit dem vierten Rang noch auf Platz zwei der Disziplinenwertung schieben. Görgl ist dort Vierte vor Höfl-Riesch.