An einem Tag gleich mehrere Skigebiete kennenzulernen, ohne dazwischen weit mit dem Auto fahren zu müssen - ein solches Unterfangen ist meistens schon im Voraus zum Scheitern verurteilt. Vor einigen Tagen haben wir uns das Gegenteil bewiesen und die Tiroler Zugspitz Arena für uns entdeckt. Dabei haben wir die beiden Skigebiete Berwang und Grubigstein besucht und somit an einem Tag die Hälfte der insgesamt 148 Pistenkilometer abgefahren. Stets dabei: Strahlender Sonnenschein und exzellente Laune dank der wunderschönen, abwechslungsreichen Pisten. Für uns war es der erste richtige Frühlingsskitag und noch dazu einer der besten in der Saison. Ein kleiner Erfahrungsbericht aus der Tiroler Zugspitz Arena.

Strahlend blauer Himmel schon bei der Anreise

Als wir am Morgen den ersten Blick aus dem Fenster warfen, sollte die Wetterprognose zu 100 Prozent zutreffen: Keine Wolke am Himmel, die ersten Sonnenstrahlen auf den höchsten Bergen - es wird also ein wunderschöner Tag! Die Anreise von Innsbruck über den Fernpass verlief reibungslos und nach einer Stunde hatten wir unser erstes Skigebiet der Zugspitz Arena erreicht: Die Skischaukel Berwang-Bichlbach. Die Sonne war schon am Vormittag sehr kräftig, auf zu viel Kleidung konnte also verzichtet werden.

Thanellerkar und die perfekte Carving Piste

Nachdem wir mit der schnellen Almkopfbahn die Hochalm auf 1610m Höhe erreicht hatten, erblickten wir das erste Mal den schönen Urlaubsort Berwang - umzingelt von Bergen um die 2.200 Meter liegt das idyllische Dorf auf einer Hochebene - viele Sonnenstunden sind hier garantiert. Wir interessierten uns allerdings mehr für die Pisten und machten uns sofort auf den Weg Richtung Thanellerkar. Der 1000m lange Skilift erschließt die perfekte Carving-Piste schlechthin. Oben etwas steiler, ab der Hälfte breit und gleichmäßig geneigt - ein Traum. Insgesamt fünf mal hintereinander carvten wir die Piste hinab - unsere Laune erreichte das erste Mal an diesem Tag Höchstform.



Rastkopf - steil und gut

Wer denkt, dass es im Familienskigebiet Berwang keine steilen Pisten gibt, der liegt völlig falsch. Etwas abgelegen vom Hauptskigebiet führt eine Doppelsesselbahn auf den Oberen Rastkopf. Direkt unterhalb vom Lift zieht eine richtig steile, schwarze Piste zurück zur Talstation. Ohne gute Kanten hat man hier wenig Chancen auf Halt! Nach zwei sportlichen Abfahrten am Rastkopf machten wir uns auf zurück Richtung Berwanger Sonnenseite - wir hatten schließlich einen Tagesskipass für insgesamt 148 Pistenkilometer und wollten noch ein weiteres Skigebiet der Tiroler Zugspitz Arena kennenlernen.

Auf zum Grubigstein - Bester Ausblick auf die Zugspitze

Nachdem wir die Talabfahrt nach Bichlbach gemeistert hatten, brauchten wir nur zehn Minuten, um mit dem Auto nach Lermoos zu fahren. Dort parkten wir direkt vorm Hochmooslift und schwebten wenige Sekunden später über die breiten Pisten im unteren Skigebietsbereich. Wir hatten aber bereits ein Ziel im Kopf. Den Gams-Jet, der uns auf 2.100m brachte und damit zum perfekten Aussichtspunkt auf die Zugspitze. Von der Bergstation aus lässt sich das massive Bergmassiv in seiner ganzen Schönheit erkennen - einige Beweisbilder mussten natürlich gemacht werden. Uns hat das Panorama so gut gefallen, dass wir gleich bei der schönen Grubighütte einkehrten, um Mittagspause zu machen. Nur zu empfehlen!

Viele lange Abfahrten mit Traumpanorama

Nach dem Mittagessen machten wir uns auf Erkundungstour durch das Skigebiet Grubigstein. Dabei nahmen wir gleich die lange Talabfahrt „Standardabfahrt Lermoos“ bis ins Tal in Angriff - und waren begeistert. Sie führt im weiten Bogen am Rande des Skigebiets durch einen zunächst lichten Wald, geht dann über in eine typische Waldabfahrt und endet auf den sanften Wiesenhängen oberhalb vom Erwalder Becken - eine wunderschöne lange Abfahrt, die wir sofort nochmal gefahren sind. Dabei entdeckten wir auch die kleine Wolfratshauser Hütte, die zu einem Café in der Sonne einlädt.



Gams-Jet und Apres Ski auf der Grubigalm

Den restlichen Skitag verbrachten wir mit zahlreichen Abfahrten am Gams-Jet. Die 6er-Sesselbahn erschließt sehr viele Abfahrten, die auf Grund der naturbelassenen Streckenführung sehr abwechslungsreich sind. Nachdem wir alle Pistenvarianten (insgesamt fünf) abgefahren sind, genehmigten wir uns kurz vor Liftschluss ein Apres-Ski-Bier an der Schirmbar der Grubigalm. So genossen wir bei bester Musik, die letzten Sonnenstrahlen und waren absolut glücklich über unsere kleine Skisafari in der Tiroler Zugspitz Arena. Das nächste Mal, knöpfen wir uns die drei anderen Skigebiete vor!

Autor: Markus Hahn