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Bei tollen äußeren Bedingungen wurde der erste Super-G der Herren in Crans Montana (SUI) ausgefahren. Dabei war es Didier Cuche, der in 1:33,11 Minuten das Rennen gewann vor dem starken Jan Hudec aus Kanada (+ 0,16 Sekunden) und Benjamin Raich aus Österreich (+ 0,21 Sekunden).

Plusgrade weichen die Piste auf

In der Schweiz wartete auf die Athleten eine weiche Piste, die bei plus sieben Grad Celsius im Laufe des Rennens nachließ. Zudem mussten die Läufer viele Kurven und Sprünge meistern, was einigen Athleten zum Verhängnis wurde. So stürzte zu Beginn des Rennens der Schweizer Sandro Viletta schwer.

Frühe Startnummern im Vorteil

Insgesamt waren aber die vorderen Startnummern bei diesen Bedingungen etwas im Vorteil. Zunächst fuhr Didier Defago mit der Startnummer zwei die schnellste Zeit, doch schon wenige Minuten später war es Joachim Puchner, der dem Schweizer die Führung mit einer sehr aggressiven und tollen Fahrt wieder entriss. Doch auch dies sollte nicht lange halten, denn der Kanadier Jan Hudec zeigte wieder einmal eine großartige Fahrt und übernahm die Spitze nach sechs Läufern.

Svindal und Feuz weit zurück

Die Führung hielt lange und keiner der nachfolgenden Skirennläufer konnte die Zeit des Kanadiers attackieren. Auch nicht die ersten Favoriten, von denen Aksel Lund Svindal als Erster dran war. Der Norweger, Führender der Super-G-Wertung, verlor schon oben viel Zeit und konnte dies unten nicht mehr gut machen. Auch Beat Feuz, für den es immerhin um den Gesamtweltcup ging, hatte keine Chance und lag weit zurück im Ziel.

Cuche mit Glanzleistung

Etwas besser fuhr dann Hannes Reichelt, der zwar auch oben schon hinten war, aber den Rückstand in Grenzen halten konnte und somit nur 0,41 Sekunden hinter Hudec war. Das war der dritte Zwischenrang. Erst Didier Cuche konnte mit einer tadellosen Leistung im unteren Bereich der Strecke dagegenhalten und ließ die einheimischen Fans jubeln. Mit seiner ihm eigenen Stärke konnte Cuche auf der schweren Strecke glänzen und den Sieg einfahren.


Raich stark, Keppler scheidet aus

Auch Benjamin Raich danach war gut unterwegs und konnte mit einer starken Fahrt immerhin auf den dritten Platz gelangen. Mit einer schnellen Linie war der Österreicher überraschend stark unterwegs und freute sich über den Podestplatz. Der erste deutsche Starter, Stephan Keppler, konnte dagegen nicht glänzen. Ihm war während der Fahrt die Verunsicherung nach der Verletzung deutlich anzumerken und er hatte große Probleme mit der Strecke. Zum Ende verpasste er ein Tor und schied aus. Andreas Sander, Josef Ferstl und auch Tobias Stechert, die anderen drei DSV-Starter, verpassten die Top 30 oder schieden aus.

Hirscher mit zu viel Respekt

Gespannt verfolgten dann alle den Auftritt von Marcel Hirscher, der zum ersten Mal in dieser Saison einen Super-G im Weltcup fuhr und wichtige Punkte für den Gesamtweltcup holen wollte. Dies gelang dem Österreicher nicht, da er auch zu viel Respekt vor der Strecke hatte und schon oben eine Sekunde hinten war. Im Ziel waren es knapp drei Sekunden und so sammelte Hirscher keine Punkte.

Cuche rückt Svindal näher im Super-G-Weltcup

Mit seinem Sieg ist Didier Cuche auch wieder im Rennen um die Kugel im Super-G und konnte seinen Rückstand auf den Führenden Svindal deutlich verkürzen. Der Schweizer Cuche liegt nunmehr nur noch 38 Punkte hinter dem Norweger auf Rang zwei. Im Gesamtweltcup hat Beat Feuz die Chance vertan, wirklich näher an Hirscher heranzurücken. Dieser führt immer noch die Wertung an.

Am Samstag steht der zweite Super-G in Crans Montana auf dem Programm, bevor am Sonntag noch ein Riesenslalom ausgefahren wird.