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Marcel Hirscher hat mit einem überragenden zweiten Lauf den Riesenslalom in Bansko (BUL) gewonnen. In 2:25,35 Minuten war er deutlich vor Massimiliano Blardone aus Italien (+ 1,39 Sekunden) und dem Überraschungsdritten Marcel Mathis (AUT, 1,46 Sekunden).

Schwieriger erster Lauf

Im ersten Durchgang machten starker Wind, Schnee und Nebel den Skirennläufern das Leben schwer. So hatte Fritz Dopfer bei seiner Fahrt mit schweren Verhältnissen zu kämpfen, während Felix Neureuther mit einer hinteren Startnummer deutlich bessere Bedingungen vorfand. Dopfer musste sich demnach mit dem 13. Platz zufrieden geben. Neureuther schaffte mit Startnummer 37 als 18. den Sprung in das Finale der besten 30.

Ligety führt zur Halbzeit

In Führung nach Durchgang eins lag Favorit Ted Ligety, der im unteren Bereich klar am besten fuhr und sich dort die Führung vor dem Finale herausfuhr. Zweiter war Marcel Hirscher, der 0,16 Sekunden Rückstand hatte. Dritter war Thomas Fanara aus Frankreich, der 0,31 Sekunden hinter Ligety lag.

Mathis mit starkem Lauf

Im Finale setzte der Österreicher Marcel Mathis die erste richtig gute Zeit in den Schnee. Mathis erwischte als 26. des ersten Durchgangs eine optimale Fahrt und übernahm zunächst einmal die Führung. Diese sollte dann erst einmal lange Bestand haben, denn keiner der nachfolgenden Läufer kam an die Zeit heran. Mit dieser absoluten Laufbestzeit sollte es für den Österreicher tatsächlich noch zum Podest reichen.

Neureuther besser als Dopfer

Auch im zweiten Durchgang gab es für Dopfer und Neureuther keine optimalen Läufe. Während Neureuther mit einem soliden Lauf seine Position aus dem ersten Durchgang sogar noch etwas verbessern konnte als 14., war Dopfer nicht zufrieden. Der DSV-Fahrer wollte wohl zu viel und verdrehte die Ski etwas zu sehr, so dass er keine tolle Fahrt zeigen konnte. Damit fiel er hinter Neureuther zurück und war am Ende nur auf Platz 20 zu finden.


Blardone löst Mathis ab

Es dauerte dann bis Massimiliano Blardone, immerhin Siebter nach dem ersten Lauf, dass Mathis nicht mehr in Führung war. Der Italiener Blardone konnte seinen Vorsprung aus Durchgang eins zwar nicht halten, doch er rettete wenige Hundertstel ins Ziel und ging in Führung. Jean-Baptiste Grange und Benjamin Raich danach patzten, Raich schied sogar aus, sodass nur noch vier Läufer oben standen und Blardone noch vorne lag.

Schörghofer fällt zurück

Philipp Schörghofer aus Österreich hatte fast eine Sekunde Vorsprung auf Blardone, doch dieser Vorsprung war schon nach der Hälfte des Laufes aufgebraucht. Im Ziel war der Österreicher schwer enttäuscht, denn er fiel weit nach hinten zurück nach einer schwachen Vorstellung im Finale. Auch der Drittplatzierte nach dem ersten Lauf, Thomas Fanara, konnte Blardone nicht schlagen und schied im Mittelteil aus.

Hirscher überragend, Ligety patzt

Was würde Hirscher dann machen? Hirscher behielt oben die Nerven und baute seinen Vorsprung dort noch aus. Er war gleich im Rhythmus und auch unten war es eine tolle Fahrt und die Führung. Das war eine Ansage an Ligety! Und dieser war beeindruckt und zeigte Nerven. Riesen Fehler oben, er rutschte aus und da war der Sieg, da war das Podium weg. Der US-Boy fuhr zwar weiter, doch war er damit Letzter des Klassements. Der Sieg ging an Hirscher. Damit überholte er auch Ligety im Riesenslalom-Weltcup und ist dort in Führung. Im Gesamtweltcup kam der Österreicher damit näher an den Zweitplatzierten Beat Feuz heran.

Am Sonntag folgt noch der Slalom in Bansko.