Über neue Schneefälle konnten sich viele Skigebiete in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und Italien zum Wochenanfang freuen. Nach der extremen Kälte sind nun mit der milderen Luft auch Niederschläge zurückgekehrt. Das beschert den Pisten frischen Schnee und Skiurlauber können sich auf tolle Skibedingungen freuen. In unserem Schneebericht erfahrt ihr mehr Details zu den Schneeverhältnissen in den Alpenländern.

Deutschland: Neuschnee in Alpen und Sauerland


Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat in zahlreichen Skigebieten neuen Schnee auf die Pisten gebracht. Nach der extremen Kälte und Trockenheit ist nun der Niederschlag zurückgekehrt, der im Flachland Regen und in der Höhe Schnee bringt. Zwölf deutsche Skigebiete meldeten am Mittwochmorgen Schneefall von 20 cm und mehr. In Seebach wurden 40 cm Neuschnee gemessen, am Großen Aber und in Spitzingsee-Tegernsee 25 cm und in Oberstaufen-Hochgrat 20 cm. Auch im Sauerland freut man sich über 15 cm Schneefall über Nacht. "Perfekte Bedingungen für das Flutlichtfahren und das kommende Wochenende!", heißt es auf der Facebook-Seite von Postwiese - Skidorf Neuastenberg.

Bis zum Wochenende werden noch weitere Niederschläge erwartet. Im Süden wird noch mehr Schnee darunter sein, im Norden vorzugsweise Regen. Die milderen Temperaturen machen das Skifahren wieder angenehmer. Bei minus 20 Grad war bei vielen die Lust am Wintersport doch schnell wieder verflogen und so zogen es viele vor im Warmen zu bleiben. Sobald der Schneefall nachlässt sollten also wieder optimale Skibedingungen herrschen.



Österreich: Stürmische Verhältnisse auf den Pisten


Schon seit Anfang der Woche schneit es in weiten Teilen Österreichs wieder stärker. Den Pisten tut der frische Schnee gut und Skiurlauber dürfen sich wieder auf pulvrigen Powderschnee freuen. Zell am See meldet Schneefall am Mittwochvormittag und erwartet bis zu 80 cm Neuschnee innerhalb der nächsten Tage. Ein Sturm macht derzeit noch Skigebieten wie Zauchensee zu schaffen. Durch die Wetterverhältnisse konnten am Mittwoch früh nicht alle Lifte eingesetzt werden. Die Schwarzwandbahn, die Gamskogel II und Highliner II sind außer Betrieb, dadurch ist auch die Verbindung zwischen Flachwinkl und Zauchensee unterbrochen. Die Liftbetreiber erwarten nach den stürmischen Verhältnissen unter der Woche allerdings ein Wochenende mit Traumbedingungen für Skifahren.

Derzeit ist es in weiten Teilen Österreichs nicht ratsam die gesicherten Pisten zu verlassen. Die Lawinengefahr ist in Österreich innerhalb kürzester Zeit markant umgeschlagen. Durch die Neuschneefälle und einen stürmischen Höhenwind wird die Lawinengefahr in großen Teilen Tirols und dem Salzburger Land für Mittwoch und Donnerstag auf groß (Stufe 4 von 5) eingestuft. In der Steiermark, Ober- und Niederösterreich muss mit erheblicher Gefahr (Stufe 3) gerechnet werden. Vor allem Schneebretter können sich derzeit leicht lösen.

Die Top-Schneehöhen in Österreich findet man zurzeit in St. Anton am Arlberg hier liegen 475 cm auf dem Berg. Am Dachsteiner Gletscher sind es 470 cm und am Zugspitzplatt Ehrwald und in Lermoos - Grubigstein jeweils 410 cm. Knapp 90 Skigebiete weisen eine Schneehöhe von mindestens 200 cm auf. Die Auswahl für den Skiurlaub dürfte entsprechend schwer fallen.

Schweiz: Noch mehr Schnee


In 16 Skigebieten wurde am Mittwoch Neuschnee von 20 cm bis 30 cm gemeldet. Darunter waren Ebnat-Kappel/Toggenburg (30 cm), Fideris (25 cm) und Braunwald (20 cm). In den vergangenen sieben Tagen fielen in Degersheim 60 cm Schnee, in Obertoggenburg 40 cm und in Stoos 35 cm. Die größten Schneehöhen liegen in der Schweiz in Engelberg mit 476 cm, in Laax mit 380 cm und in Crans Montana Aminona mit 360 cm. Weitere Schneefälle werden am Mittwoch vor allem im Norden und Osten erwartet. Hier können bis zu 30 cm Neuschnee fallen. Auch am Donnerstag ist vor allem im Norden mit weiteren Schneefällen zu rechnen. Der Freitag wird sonnig und kann somit bestens zum Skifahren genutzt werden. Die Lawinengefahr steigt zum Donnerstag noch weiter an und wird derzeit mit erheblich eingestuft (Stufe 3).

Frankreich: Starke Schneefälle zur Wochenmitte


Starke Schneefälle haben auch einige französische Skigebiete über Nacht überrascht. In Campan Payolle fiel mit 75cm eindeutig der meiste Schnee in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Es folgen Formigueres mit 50cm und Plateau de Beille mit 30cm Neuschnee. In der vergangenen Woche gab es ansonsten nur wenig Schnee. Das kalte Wetter dominierte die Pisten. Am meisten Schnee gab es in den südlichen Skigebieten der Pyrenäen.

Italien: Kleines Skigebiet mit größtem Schneefall


Skigebiete in Italien vermeldeten weltweit den meisten Schneefall in der vergangenen Woche. Das kleine Skigebiet Monte Amiata meldete mit 160 cm als einiges Skigebiet weltweit Neuschnee von über einem Meter. Einige große Skigebiete in den Dolomiten meldeten beeindruckende Schneefälle. Neuschnee von 60 cm waren es in Arabba Marmolada und 45 cm im benachbarten Skigebiet Alta Badia. Die größten Schneehöhen gibt es in Italien in San Domenico di Varzo mit 330 cm und 320 cm in Macugnaga.


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