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Ivica Kostelic hat die Super-Kombination der Herren in Sotschi (RUS) gewonnen und sich damit auch die Disziplinenwertung für sich entschieden. In einer spannenden Entscheidung siegte der Kroate in 2:50.21 Minuten und verwies Konkurrent Beat Feuz (SUI) auf den zweiten Rang. Dritter wurde der Franzose Thomas Mermillod Blondin.

Kostelic behält Nerven

Nach der Kombi-Abfahrt war zunächst der Schweizer Feuz vorne. Der Sieger vom Samstag war auch am Sonntag Schnellster und lag dabei vor Adrien Theaux (FRA) und Dominik Paris. Bode Miller war Vierter. Kostelic hatte vor dem Slalom 1,52 Sekunden Rückstand auf Feuz und musste unbedingt vor dem Schweizer landen, um die Kugel zu gewinnen, schließlich trennten beide nur 16 Punkte in der Wertung. Im Slalom attackierte Kostelic und erwischte einen sehr guten Lauf. Damit setzte er alle anderen unter Druck und keiner sollte mehr an die Zeit des Kroaten rankommen. So gewann Kostelic die Disziplinenwertung vor Feuz und wiederholte seinen Triumph aus dem Vorjahr.

Feuz knapp vorbei

Der Schweizer war nach der Abfahrt, die ihm scheinbar sehr gut liegt, Erster und gab alles im Slalom. Aber seine Qualitäten im Slalom reichen nicht an die von Kostelic heran und so kam Feuz mit 1,16 Sekunden Rückstand ins Ziel. Dies reichte aber immer noch zu Platz zwei und einem weiteren Podestplatz in Sotschi. Mit dem Sieg in der Abfahrt sammelte Feuz so 180 Punkte an diesem Wochenende und ist damit ärgster Verfolger von Kostelic in der Gesamtwertung. Nur 70 Punkte hat Kostelic Vorsprung und vieles deutet auf einen spannenden Endspurt in dieser Frage hin.


Viele Ausfälle

Der Slalom war von vielen Ausfällen gekennzeichnet auf der schweren Piste. So erwischte es unter anderem Alexis Pinturault, Bode Miller oder auch Ted Ligety. Einige Fahrer konnten aber auch die Chance nutzen und vordere Platzierungen einfahren. Benjamin Raich zum Beispiel fuhr mit einem guten Slalom und der zweitbesten Laufzeit noch auf den fünften Rang.

Sander wieder in den Punkten

Aus Deutschland war nur ein Fahrer am Start. Andreas Sander war in der Abfahrt 3,59 Sekunden langsamer als Feuz und ging damit als 30. in den Slalom und durfte diesen beginnen. Nach einer soliden Fahrt kam er als 22. wieder in die Punkte und sammelt fleißig Weltcup-Zähler. Dies war zugleich sein bislang bestes Resultat in dieser Disziplin.

Für die Herren geht der Weltcup nun in Bulgarien weiter. In Bansko stehen dann nächste Woche jeweils ein Riesenslalom und ein Slalom auf dem Programm.