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Die Kombination ist ein traditionsreicher Wettbewerb im alpinen Skisport. Gesucht wird der beste Allrounder, also derjenige, der sowohl in technischen wie in Speed-Disziplinen vorne ist. Nun steht die 'Kombi' vor dem Aus - es fehlen ihr schlicht die Teilnehmer.

Hujara bestätigt Planungen

FIS-Herren-Renndirektor Günter Hujara bestätigte in Wengen die Planungen der FIS - demnach ist die Super-Kombination ein Auslaufmodell. Im kommenden Winter wird es keine Wettbewerbe in dieser Disziplin mehr geben. Damit stehen die drei Super-Kombinationen der Herren und die klassische Kombi-Wertung in Kitzbühel vor dem Aus, bei den Damen waren ursprünglich drei Bewerbe geplant, dass in Val d´Isere entfallene Rennen wurde aber nie neu angesetzt. Man hat auch früher schon entgegen dem Reglement nach nur zwei Wettrennen eine Kugel verteilt.

Stirbt auch der Hahnenkamm-Sieger?

Ursprünglich war die Kombi ein Zwei-Tages-Bewerb und aufgebaut wie die klassische Hahnenkamm-Kombination in Kitzbühel. Die Athleten absolvieren die Spezialabfahrt in voller Länge und am Folgetag einen Spezialslalom mit zwei Läufen - der Schnellste gewinnt. Dieses Format konnte sich aber nicht halten, denn nur wenige sind zu diesem Programm in der Lage. 2011 kamen in Kitzbühel 14 Aktive in die Wertung, der Abstand vom 14. Marc Gisin auf Sieger Kostelic betrug über 20 Sekunden. Der Dritte Romed Baumann war bereits knappe sieben Sekunden zurück - das hat mit Leistungssport wenig zu tun. 2010 war das Feld etwas enger zusammen. Aber aus diesem Grund ist die klassische Kombination abgelöst worden: Es gab und gibt nicht genug Athleten, die hier auf hohem Niveau gegeneinander antreten können. Hujara gibt dem Hahnenkamm-Sieger eine Zukunftschance - die Veranstalter mögen ihn weiter küren - nur Weltcuppunkte werde es eben nicht mehr geben.

Super-Kombination schafft den Sprung nicht

Die Probleme der Disziplin wollte man mit der Super-Kombination lösen. Alles an einem Tag, verkürzte Läufe - um auch den weniger Begabten eine Chance zu lassen. Das glückte nicht. Wengen und Chamonix bei den Herren, St. Moritz bei den Damen werden um ihre Rennen fürchten, in Wengen wird man vielleicht auf zwei Wettbewerbe zurück gestutzt. Das wäre ein Problem für den Klassiker. Vor sieben Jahren fand hier die versuchte Renaissance statt - nun wird sie begraben. Mit der Kombination verliert der Skisport dann auch eine Olympische Disziplin (Titelverteidigern wäre Maria Höfl-Riesch). Gut möglich, dass an seiner statt dann doch der Teamentscheid es nach Olympia schaffen wird.