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Im ersten Trainingslauf in Cortina d`Ampezzo (ITA) hat sich Lindsey Vonn wieder an die Spitze des Feldes gestellt. Die in Bad Kleinkirchheim angeschlagene Amerikanerin bewältigte die Tofana-Abfahrt in 1:33, 42 Minuten und war damit 38 Hundertstel schneller als Lucia Recchia (ITA). Mit Stacey Cook kam eine weitere Amerikanerin auf Rang drei. Die Mitfavoritinnen schnitten unterschiedlich ab: Lizz Görgl (Vierte), Anja Pärson (Siebte) und Maria Höfl-Riesch (Neunte) kamen unter die Top Ten. Tina Maze (15., +1,4 s.) hatte wie Fabienne Suter (16., +1,47 s.) schon etwas mehr Rückstand. Anna Fenninger und Viktoria Rebensburg wurden auf den Plätzen 24 und 25 mit etwas über zwei Sekunden hinter der Bestzeit notiert. Die dritte Deutsche Veronique Hronek wurde bei ihrer ersten Fahrt auf diesem Damen-Klassiker 45.

Stauffer wiegelt ab

Thomas Stauffer, Bundestrainer der Damen, hat keine utopischen Erwartungen für das Speed-Wochenende in Cortina formuliert: "Maria Höfl-Riesch ist seit den Rennen in Beaver Creek (USA) nicht mehr auf den langen Ski gestanden. Für sie gilt es, die Trainingsläufe bestmöglich zu nutzen, um in den schnellen Disziplinen wieder Fahrt aufzunehmen. Viktoria Rebensburg hat am letzten Wochenende in Bad Kleinkirchheim gezeigt, dass sie sehr schnell unterwegs ist. Wenn sie diese Leistung ins Ziel bringt, fährt sie um die Top-Platzierungen mit. Die Tofana-Piste ist für Veronique Hronek erneut eine unbekannte Strecke. Für sie heißt es deshalb, jede Möglichkeit zu nutzen, um die Strecke kennen zu lernen. Für Veronique ist es wichtig, weiterhin kontinuierlich Weltcup-Punkte zu sammeln."

Herren: Reichelt vor Svindal

Bei den Herren war im zweiten Training von Wengen Hannes Reichelt vorn. Er benötigte 2:37,46 Minuten für die Lauberhorn-Abfahrt und damit 16 Hundertstel weniger als Aksel Lund Svindal, dritter war Carlo Janka. Die Vortagesschnellsten Fill und Cuche hatten dieses Mal rund 1,5 Sekunden Rückstand. Auch die Deutschen kamen nicht im Vorderfeld an: Tobias Stechert wurde 38., Andreas Sander 39. und Stephan Keppler 40.

Kepplers Comeback auf der Sturz-Strecke

Für Stephan Keppler ist Wengen in schlechter Erinnerung: 2011 stürzte er hier und musste die WM-Saison vorzeitig abbrechen. "Der Sturz vom letzten Jahr auf der Abfahrt in Wengen beschäftigt mich nicht mehr", sagt er aber - denn er hat andere Sorgen: "Aktuell mache ich mir mehr Gedanken um mein Knie. Seit Gröden schlage ich mich mit einem Patellaspitzensyndrom herum und konnte daher kaum trainieren. Grundsätzlich mag ich die Lauberhornabfahrt, vor allem den unteren Teil ab dem Hundschopf. Um einen Platz unter den besten Fünfzehn zu erreichen, darf ich im oberen, flachen Teil nicht zuviel Zeit verlieren. Wenn ich hier unter einer halben Sekunde bleibe, ist vieles möglich, denn der untere, technisch anspruchsvolle Abschnitt liegt mir."

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