© Francis BOMPARD/AGENCE ZOOM

Johan Clarey ist seit 1997 dem Skirennsport verbunden. Zwar hielt der Franzose über die letzten Jahre immer wieder Kontakt zur Weltspitze, doch seine Laufbahn war auch von vielen Verletzungen durchzogen, was ihn wahrscheinlich einige Erfolge kostete.

Erste Erfolge


Im Dezember 1999 startete Clarey zum ersten Mal im Europacup - natürlich im Speed. Bis zum nächsten Schritt sollte es noch ein bisschen dauern. Erst 2003 durfte er in Lake Louise erstmals ran - und wurde 50. in der Abfahrt. Im Januar 2004 gab es dann im Alter von 23 zwei erste Punkte in Chamonix. Sechs Wochen später stürzte Clarey in St. Anton - und fiel erst einmal länger aus.

Auszeit und Comeback


In der nächsten Saison konnte er kein einziges Rennen bestreiten. Auch der folgende Winter war von Verletzungen geprägt, weswegen er erst 2006/2007 wieder Anschluss an die Weltspitze fand. Zum Saisonende war er da: Am 10. März 2007 feierte als Sechster in der Abfahrt seine erste Top Ten Platzierung im Weltcup in Kvitfjell. Parallel sicherte er sich im Europacup als Abfahrtschampion einen Fixplatz für das kommende Weltcupjahr.

Auf und Ab


Eigentlich fing der Winter 2007/2008 nicht schlecht an: fehlten aber die Top-Resultate. 30. im Abfahrts-Weltcup - mehr war nicht drin. Das Folgejahr weckte Hoffnungen: Clarey fuhr wieder an die Top Ten heran - und wurde dann zum Jahresende 2008 jäh gebremst. Erst im November 2009 stand er wieder auf einer Weltcup-Piste - und musste sich erneut heranarbeiten. Doch diesmal ging es schneller. Bereits in Gröden im Dezember 2009 haute Clarey erstmals einen Superlauf heraus und fuhr mit Rang drei das erste Podium ein. Dem Highlight folgten schwächere Ergebnisse und auch bei Olympia 2010, dem ersten Großereignis für Clarey, gab es eine Pleite.

WM-Achter in Garmisch


Doch Clarey blieb immerhin ohne größere Verletzung. So glückte der Saisonstart 2010/2011 als Fünfter in Lake Louise, doch in den Europa-Rennen war der Wurm drin. Ausfälle reihten sich aneinander, erst in Chamonix Ende Januar 2011 wurde er wieder gewertet, dann immerhin als Achter. Dieses Ergebnis gelang ihm auch auf der Eispiste Kandahar anlässlich der WM 2011 in Garmisch. Mehr als der gesamt 19. Rang im Weltcup-Ranking der Abfahrer war aber wieder nicht drin - es fehlte die Konstanz.

Sprung an die Spitze


Einen wichtigen Schritt weiter ging es für den Franzosen im Winter 2011/2012. Erstmals schaffte er drei Top-Ten Ergebnisse in Folge und kam auch im Super-G besser zurecht. Pech hatte er in Gröden, wo er in Führung lag und die Abfahrt wetterbedingt abgeblasen wurde - der erste Sieg war möglich.

Steckbrief:


Geboren: 08. Januar 1981 in Annecy
Nation: Frankreich
Heimatverein: Douanes - S.C. La Clusaz