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Abfahrts-Olympiasieger Didier Defago aus der Schweiz hat in 2:01,81 Minuten die Abfahrt in Bormio gewonnen. Auf der schweren Stelvio-Piste verwies er seinen Landsmann Patrick Küng (0,29 Sekunden zurück) und den Österreicher Klaus Kröll (0,42 Sekunden zurück) auf die Plätze zwei und drei.

Defago riskiert und gewinnt

Defago ging mit der Startnummer 11 in das Rennen und zeigte eine großartige Fahrt. Er riskierte einiges und fuhr eine ganz enge Linie. Im Mittleren Teil holte er so einen großen Vorsprung heraus, den er bis ins Ziel nicht mehr hergab. Gleich nach ihm fuhr sein Landsmann Patrick Küng, der auch gut fuhr und die Kurven stark meisterte. Damit wurde er mit dem zweiten Platz belohnt. Bester Österreicher war Klaus Kröll auf Platz drein. Hannes Reichelt hatte sich ebenfalls viel vorgenommen, kam aber nur auf den neunten Rang.

Miller und Svindal knapp am Podest vorbei

Hinter dem Viertplatzierten Erik Guay landeten mit Bode Miller und Aksel Lund Svindal zwei große Namen. Miller begann stark und war gut im Rennen. Doch kleinere Fehler im weiteren Verlauf des Rennens ließen keinen Podestplatz mehr zu und so wurde der US-Amerikaner Fünfter. Damit war er einen Platz besser als Aksel Lund Svindal. Der Norweger war mit seiner Fahrt aber durchaus zufrieden und durfte sich am Ende des Tages mit der Führung im Gesamtweltcup freuen. Miller seinerseits übernahm nach seinem fünften Rang in Bormio die Spitze im Abfahrtsweltcup. Dort schob sich der heutige Sieger Klaus Kröll auf den zweiten Platz vor.


Feuz und Cuche machen Fehler

Neben den beiden Schweizern auf dem Podest gab es aber auch enttäuschte Gesichter bei den Eidgenossen. So musste der bisherige Überraschungsmann Beat Feuz einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Er hatte Probleme bei einer Bodenwelle und stürzte. Auch Cuche hatte nicht seinen besten Tag und musste sich bei zugegeben etwas nachlassender Piste mit dem achten Rang zufrieden gaben.

Keppler bestätigt gute Trainings nicht

Nach den beiden Trainings hatten die deutschen Skifans große Erwartungen an Stephan Keppler. Mit der Startnummer 23 ging der DSV-Fahrer das Rennen an, doch schon oben bekam Keppler Probleme mit der Piste und verlor Zeit. Auch im unteren Teil der Strecke fuhr der Deutsche nicht rund und musste sich so mit dem 17. Rang zufrieden geben. Die weiteren deutschen Abfahrer verpassten die Punkteränge. Tobias Stechert wurde 33., während Andreas Sander am Ende Platz 42 belegte. Josef Ferstl schied aus.

Die alpinen Skifahrer sind nun wieder am 05. Januar 2012 beim Slalom in Zagreb am Start.