© Markus Hahn
Nachdem der europäische Alpenraum Anfang Dezember noch mit Schnee überschwemmt wurde, hat sich der Schneefall nun normalisiert und die Bedingungen konnten sich stabilisieren. Insbesondere für den französischen und schweizerischen Teil der Alpen sind das gute Neuigkeiten. Hier mussten bei den heftigen Schneefällen teilweise Skipisten wegen erhöhter Lawinengefahr geschlossen werden. Zusätzlich kam es zu Transportproblemen, da Straßen und Pässe gesperrt waren. Die Lawinengefahr abseits der Pisten ist in einigen Skigebieten in Österreich und der Schweiz immer noch hoch. Über die Weihnachtstage haben noch einmal über 20 Skigebiete eröffnet und weitere Pisten wurden für die Skiurlauber präpariert. So sind in der Skiregion Dolomiti Superski inzwischen mehr als 1000 Pistenkilometer zu befahren.

Deutschland

In den meisten Regionen war es in der vergangenen Woche zu warm für neuen Schnee. Der starke Regen sorgte für zusätzliche Schneeschmelze. In einigen Skigebieten gab es jedoch über die Weihnachtstage frischen Schnee. So wurden in Balderschwang, Oberjoch und Ruhpolding Schneefälle zwischen 10cm und 20cm gemeldet. Innerhalb der letzten sieben Tage fielen in Oberstdorf 40cm Neuschnee, in Spitzingsee-Tegernsee kamen 30cm hinzu und am Wendelstein sogar 47cm. Die größte Schneehöhe gibt es derzeit in Grasgehren mit 180cm. Auf der Zugspitze liegen 170cm, Balderschwang und Oberstdorf verfügen über eine Basis von 150cm Schnee.

Österreich

Aus dem Skigebiet Sölden werden in der vergangenen Woche beeindruckende 110cm Schnee gemeldet, damit fiel hier der meiste Schnee im Land. Es folgt Lech Zürs am Arlberg mit 75cm. Beide Resorts werden die neuen Schneefälle gut für die Pflege der Pisten nutzen können. Nach vier Monaten Skisaison ist die größte Schneehöhe nicht mehr auf einem der acht österreichischen Gletscher zu finden, sondern in Ehrwald und St. Anton am Arlberg. Beide Gebiete melden auf dem Berg eine Schneehöhe von 230cm. In Serfaus Fiss Ladis wird im Moment hohe Lawinengefahr (Stufe 4) angegeben, erhebliche Gefahr (Stufe 3) besteht in Berwang, Fieberbrunn, Pitztal und Seefeld. Skifahrer sollten sich abseits der Pisten extrem vorsichtig verhalten. Es muss mit spontanen Lawinen gerechnet werden.


Schweiz

Die Schweiz konnte in der vergangenen Woche noch gute Schneefälle verzeichnen. Aus Laax werden 80cm für die vergangenen sieben Tage gemeldet. In Gstaad waren es innerhalb einer Woche 70cm und sogar 125cm in Verbier. Einige Skigebiete bekamen auch über die Weihnachtstage frischen Schnee. Darunter die Skigebiete Engelberg, Lötschental, Gstaad und Verbier, die damit ihren Gästen weiße Weihnachten bieten konnten. Die größte Schneehöhe kann derzeit Saas Fee vermelden. Mit 325cm an der Bergstation liegt das Skigebiet auf Platz eins. Platz zwei teilen sich Gstaad und Lötschental mit jeweils 300cm. Moderate Schneefälle werden wieder für das Wochenende erwartet.

Frankreich

In den französischen Skigebieten gab es während der letzten Wochen mehr Schnee, als irgendwo sonst in der Welt. Man findet hier nun einige der größten Schneehöhen, was sich für den Rest des Winters noch bezahlt machen wird. In Chamonix war wegen der großen Schneefälle noch über Weihnachten ein Großteil der Pisten geschlossen. Nun ist die Lawinengefahr nicht mehr gegeben und die Pisten konnten wieder freigegeben werden. Die Schneehöhe liegt hier nun bei 310cm. Die Skibedingungen sind großartig, wird aus dem Skigebiet gemeldet.

Italien

Skigebiete im Aostatal dominieren nun Italiens Schneehöhenstatistik mit 230cm in Cervinia und Schneehöhen in Monterosa zwischen 180cm und 210cm. La Thule, Courmayeur und Pila sind ebenfalls in den Top 10 der besten Schneehöhen des Landes zu finden. Der Schneefall hat auch in Italien etwas nachgelassen in der vergangenen Wochen. Der meiste Schnee wurde mit 30cm in den Apenninen gemessen. Mehr als 1000km Piste sind nun in der Skiregion Dolomiti Superski geöffnet.


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