In eineinhalb Wochen ist es soweit. Am 17. Dezember starten die DSV-Ski-Crosser in den Weltcup-Winter. Der Auftakt dazu findet traditionell im italienischen Innichen statt. Das Team von Trainer Alex Böhme ist gut aufgestellt und fährt zuversichtlich nach Südtirol.

Testrennen am Mölltaler Gletscher

Die deutschen Starter für den Saisonstart stehen seit einigen Wochen fest. Die letzten freien Plätze für das zwölfköpfige DSV-Team wurden bei den Testrennen der vergangenen Wochen am Mölltaler Gletscher in Österreich vergeben. "Die Verhältnisse waren sehr gut und wir hatten mit den Top-Athleten aus Österreich, Frankreich und Slowenien einen ersten internationalen Vergleich", sagt Weltcup-Trainer Alex Böhme.

Weltcup-Starter benannt

Vor allem die Damen hinterließen auf dem schnellen und anspruchsvollen Kurs einen hervorragenden Eindruck. Besonders erfreulich war dabei, dass neben den arrivierten Athletinnen drei junge Fahrerinnen aus dem Europacup das Ticket für den Weltcup lösen konnten. „Die Leistungen von Sabrina Weilharter, Julia Eichinger und Christina Manhard sind in zweierlei Hinsicht erfreulich", so Heli Herdt, der Sportliche Leiter Ski Cross im DSV. "Zum einen können wir nun in Innichen fünf Damen an der Start schicken, zum anderen zeigt sie die solide und gute Arbeit von Dennis vom Brocke und Max Pupp, die als Trainer für die Europacup-Mannschaft verantwortlich zeichnen."

Stickl auf dem Weg der Besserung

Aber auch die Herren präsentierten sich in einer guten Frühform. Neben den Weltcup-Gewinnern der vergangenen Jahres Daniel Bohnacker und Simon Stickl konnten sich Paul Eckert, Florian Eigler, Thomas Fischer, Mathias Wölfl und Andreas Schauer für den Saisonstart qualifizieren. Besonders erfreulich war dabei das Comeback von Andy Schauer, der aufgrund seiner Sprunggelenksverletzung im letzten Jahr pausieren musste. Ein Wermutstropfen ist die Kreuzbandzerrung, die sich Simon Stickl Mitte November am Mölltalter Gletscher zugezogen hatte. "Das war mehr als überflüssig. Ich habe in den letzten Wochen intensiv mein Rehaprogramm absolviert und bin zuversichtlich in Innichen starten zu können", sagt der Athlet vom SC Bad Wiessee.


Highlight am Götschen

Mit dem Heim-Weltcup in Bischofswiesen steht für die DSV-Ski-Crosser ein absolutes Highlight im Wettkampfkalender. Vom 24. bis 26.2. wird die Strecke am Götschen zum Nabel der internationalen Ski-Cross-Welt. "Der Heim-Weltcup vergangenes Jahr in Grasgehren war grandios, ein extrem starkes Erlebnis", schwärmt Deutschlands beste Ski Crosserin Heidi Zacher. "Das ganze Team freut sich enorm auf diesen Event und jeder will dort sein Bestes geben!"

Ziele für den Saisonstart

Zunächst aber steht der Auftakt in Südtirol im Vordergrund. Heli Herdt ist nach den bisherigen Trainingsleistungen optimistisch. "Innichen ist für uns Deutsche ein gutes Pflaster. Der Kurs liegt uns, und wenn die Athleten ihre Trainingsleistungen umsetzen können, werden wir auch heuer wieder gut in die Saison starten." Als Ziel hat Herdt Platzierungen unter den Top-8 bei den Damen und Top-12 bei Herren ausgegeben. "Die heißesten Anwärter für Top-Ergebnisse sind sicher die Vier aus unserem Sieger-Quartett der vergangenen Jahre." Neben Heidi Zacher und Anna Wörner zählen dazu Daniel Bohnacker und Simon Stickl.

Audi neuer Titelsponsor

Ab sofort ist auch Audi am Start: Der Ingolstädter Automobilhersteller wird Namensgeber des Audi FIS Ski Cross Weltcup, präsentiert sich rund um die Events und erweitert damit seine Präsenz im Wintersport. "Audi ist seit mehreren Jahrzehnten Partner des internationalen Wintersports und bereits in der zehnten Saison Namensgeber des alpinen Weltcups", sagt Peter Schwarzenbauer, Vorstand für Marketing und Vertrieb der AUDI AG. "Mit Ski Cross gewinnen wir eine faszinierende Sportart hinzu und runden unser Engagement im Wintersport ab."

Richtungsweisendes Zeichen

Erste Partnerschaften zwischen Audi und verschiedenen Ski-Cross-Nationen hatten bereits vor den Spielen in Vancouver ihren Anfang genommen, um die Entwicklung der noch jungen Sportart gemeinsam voranzutreiben. Der Vertrag läuft zunächst bis einschließlich der Saison 2013/2014. Nach zwölf Jahren Entwicklungsarbeit im Bereich Ski Cross wertet Heli Herdt den Einstieg von Audi als hervorragendes und richtungsweisendes Zeichen. "Mit Audi engagiert sich ein kompetenter Partner des Skisports im Ski Cross. Dies sollte nicht nur die weitere Vermarktung, sondern die gesamte Entwicklung der Disziplin in allen Bereichen vorantreiben können."

Die Voraussetzungen für einen spannenden Ski-Cross-Winter sind also gegeben.