Der K2 ist mit seinen 8.611 Metern der zweithöchste Berg der Erde. Der Berg, der auch Lambha Pahar heißt, gilt als einer der am schwersten zu besteigenden Achttausender. Nur wenige Bergsteiger wagen sich an ihn heran. Insgesamt haben es bisher nur knapp 300 Menschen auf den Gipfel geschafft. Eine beeindruckende Leistung zeigte in diesem Jahr Gerlinde Kaltenbrunner, der es nach mehreren Anläufen gelang, den Achtausender ohne künstlichen Sauerstoff zu bezwingen. Im Brettspiel ‚K2‘ vom Heidelberger Verlag, darf man sich nun also an diesen bergsteigerischen Höchstleistungen selbst versuchen.

Nominiert für als Kennerspiel des Jahres 2012

Das Spiel K2 wurde auf die Nominierungsliste für das Kennerspiel des Jahres 2012 gesetzt. Durchsetzen muss es sich dabei gegen 'Targi' vom Kosmosverlag und 'Village' von eggertspiele.


In eisiger Höhe: Kondition und Wetter immer im Blick

Ihr steht mit eurem Bergsteigerteam am Fuße des K2. Der Gipfel ist noch in weiter Ferne und ihr macht euch Schritt für Schritt auf den Weg. Dabei gilt es stets, das Wetter sowie die Verfassung eurer beiden Kletterer im Auge zu behalten. In eisiger Höhe kann die Akklimatisierung schon mal an den Kräften zehren. Auch die anderen Bergsteiger müsst ihr im Blick haben, damit sie euch nicht bei den schmalen Zugängen im Weg stehen.

Spielverlauf: Der Gipfel ist nur der halbe Weg

Im Laufe des Spiels geht es darum, seine beiden Bergsteiger möglichst gesund durch eine 18-tägige Expedition zu bringen. Natürlich versuchen alle, den Gipfel zu erreichen, dies ist jedoch zum Gewinnen nicht nötig. Wer auf 8.000 Metern stirbt, hat selbstverständlich nichts von seinem Gipfelerfolg. Mittels Bewegungskarten können die Bergsteiger auf und auch wieder ab klettern. Akklimatisierungskarten helfen, die Kräfte wieder aufzufrischen. Ein Akklimatisierungszähler zeigt an, wie es um den jeweiligen Teilnehmer steht. Je höher geklettert wird, desto schneller schwinden die Kräfte. Hinzu kommt das Wetter, das schnell umschlagen kann und dann zusätzliche Akklimatisierungspunkte kostet. Das Wetter wird immer für sechs Tage vorausgesagt, sodass sich die Teams darauf einstellen können. Pro Runde spielen alle Spieler gleichzeitig ihre Karten aus und setzen ihre Bewegungs- und Akklimatisierungspunkte ein. Als Hilfsmittel können pro Team zwei Zelte aufgestellt werden, die beiden Spielfiguren Unterschlupf bieten. Für jede erreichte Höhe steigt der Bergsteiger in der Siegpunktleiste weiter nach oben. Diese Siegpunkte bleiben erhalten, auch wenn der Bergsteiger später wieder absteigt. Wer nach 18 Tagen mit seinen beiden Bergsteigern die meisten Siegpunkte erreicht hat, gewinnt das Spiel.

Testermeinung: Spannendes Expeditionsspiel

Die Schwierigkeiten einer Achttausenderbegehung sind tatsächlich im Spiel gut nachempfunden. Auch wer noch nicht bei einer Hochgebirgs-Expedition dabei war, hat hinterher einen guten Eindruck davon, welche Faktoren zu beachten sind und warum der Gipfel irgendwann nicht mehr das wichtigste Ziel sein muss - ein klarer Fingerzeig in Richtung Christian Stangl. Das Spiel beginnt relativ unspektakulär. Die ersten Höhenmeter werden von allen Bergsteigern problemlos überwunden. Richtig beginnt die Expedition dann ab 6.000 Metern. Spannend wird es in der 7.000er- und 8.000er-Zone. So weit oben wird nicht nur die Luft knapp, sondern auch der Platz für den Aufstieg. Wer nicht genug Kräfte für den Abstieg gespart hat oder vom Wetter überrascht wird, kann schnell mit dem Leben dafür bezahlen.

Fazit:

Das Spiel macht Spaß, ist spannend und lässt sich in verschiedenen Schwierigkeitsgraden spielen. Der Spielaufbau ist wenig komplex, also nichts für Fans von aufwendigen Strategiespielen. Die Regeln sind schnell erklärt und man kann nach kurzer Zeit starten. Gut geeignet für einen Spieleabend mit der Familie und auf jeden Fall ein Tipp für den Weihnachtsmann.

Spieler: 1-5
Spielzeit: ca. 60 min
Alter: ab 8
Preis: ca. 30 Euro



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