Skierlebnis pur: Beim zehnten WorldSkitest kürten rund 250 Testerinnen und Tester die besten Modelle der Saison im Blindtest. Wir verfolgten die Testtage auf der Schmittenhöhe in Zell am See.

250 Tester...

Zell am See-Kaprun ist ein internationales Skigebiet - also die perfekte Kulisse für den WorldSkitest! Ende März lud Organisator Gerhard Brüggler rund 250 internationale Skistars, Fachleute aus Ski- und Tourismusbranche, Prominente aus Wirtschaft und Showbusiness, Journalisten und Hobbyläufer zum beinharten Test von zehn Skimarken in neun Kategorien. Als Testleiter fungierte wieder in bewährter Manier Olympiasieger Franz Klammer.

Ein guter Start!

Der Auftakt zum World-Skitest 2011 präsentiert sich sehr angenehm: Er steht traditionell im Zeichen der Anreise und des gegenseitigen Kennenlernens - man trifft in gemütlicher Atmosphäre viele bekannte Gesichter und lernt neue kennen. Zur Einstimmung erklärt Testchef Gerhard Brüggler der bunt gemischten Teilnehmerschar den Organisationsablauf und worauf es beim Test ankommt: Das wichtigste „Erkennungszeichen“ des WorldSkitest sind die schwarz beklebten Ski. Man soll sich nicht von Design oder Markennamen „ablenken“ lassen, sondern völlig unvoreingenommen das Fahrgefühl über die Punktevergabe entscheiden lassen. Diese Objektivität in der Beurteilung und das gemischte Testteam aus Profis und Hobbyläufern machen den WorldSkitest einzigartig aussagekräftig und unbeeinflussbar. Testleiter Franz Klammer erklärt dazu: „Wir versuchen den Skifahrern bei der Wahl des richtigen Skis zu helfen, damit das Skifahren ein Genuss ist!“

Jetzt wird getestet

Der erste Testtag kam schneller als gedacht: Nach dem Frühstück ging es in aller Früh auf die Piste. Herrliches Wetter stimmte die Teilnehmer bereits bei der Auffahrt auf die Schmittenhöhe auf einen tollen Skitag ein, es herrschten beste Testbedingungen. Vor der ersten Abfahrt wurden noch ein paar Fotos mit wartenden Fans geschossen - so viel Zeit muss sein!

Die Teststrecke war ein eigens abgesperrter Bereich. In der für den World Skitest eingerichteten Skiwechselstation warteten die neuesten Entwicklungen von zehn der größten Skimarken - allerdings waren sie zu dieser Zeit bereits „inkognito“: Alle Skier wurden schwarz verklebt und waren nur durch weiße Nummern zu unterscheiden. Das eingespielte Serviceteam - alle Mitarbeiter sind firmenneutral - verteilte die Testmodelle, stellte fachmännisch die Bindungen ein und dann ging es los zur ersten Testfahrt. Die Tester konzentrierten sich auf die Beurteilungskriterien Laufruhe, Kantengriff, langer und kurzer Schwung sowie allgemeiner Kraftaufwand. Sofort nach der Fahrt füllten sie den jeweiligen Testbogen mit Punkten von 1 bis 10 aus. Dann wurden die Ski gewechselt und ohne Pausen ging es weiter, bis alle Modelle durchprobiert waren.

Der perfekte Ski

Aus den vergebenen Punkten in jeder Kategorie errechnen die World Skitest-Mitarbeiter den jeweiligen Mittelwert, der die Noten ergibt. Wenn man so konzentriert verschiedene Skier testet, spürt man die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen ganz deutlich. Ausgiebig zu testen zahlt sich auf jeden Fall aus, denn wenn der Käufer zuhause den perfekten Ski findet, mit dem er Spaß hast, nicht zu viel Energie verbraucht und mit dem er seine Fähigkeiten mit jedem Lauf verbessern kann, ist das wunderbar.

Style ist gefragt

Nach der Pause ist ein optisches Urteil gefragt: Alle Juroren für die Kategorie „SnowStyle of the Year“ können das kreativste Skidesign der Saison mitbestimmen. Nach einem Vormittag voller Technik und schwarzer Ski erwartet die Tester jetzt die kreative Pracht mit bunten Mustern und ausgefallenen Designs - von klassisch bis verspielt ist alles vertreten.