Die Skifirma Kneissl aus Kufstein in Tirol ist pleite. Das österreischische Traditionsunternehmen hatte bereits im Februar Konkurs angemeldet. Eine zugesagte Finanzspritze von 1,2 Millonen Euro des Investors Scheich Al Jaber sollte die Zukunft der Marke retten. Der Geldgeber ließ die am 16. Juni 2011 ablaufende Frist für die rettende Kapitalerhöhung jedoch kommentarlos verstreichen. Daraufhin musste das Unternehmen Insolvenz anmelden.

Investoren gesucht
Die einzig mögliche Rettung der Marke mit dem roten Stern besteht in fremdem Kapital, dass durch neue Investoren fließen soll. Kneissl-Chef Andreas Gebauer hofft - in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter - das Unternehmen, die Marke und den Standort Kufstein mit seinen Arbeitsplätzen so zu erhalten.

Lange Tradition steht auf dem Spiel
Nicht zum ersten Mal geht das Kneissl-Unternehmen den steinigen Weg der Insolvenz: Bereits 1980 und 2003 brauchte es Finanzspritzen. Damals konnte sich der Skihersteller jeweils wieder fangen. Eine Chance besteht auch diesmal wieder, sollte sich ein zuverlässiger Finanzier finden. Kneissl setzt neben der Skiherstellung zunehmend auf Lifestyle-Produkte wie Freizeitkleidung und andere Sportartikel wie Fahrräder oder Tennisschläger. Zur erfolgreichen Skimarke wurde Kneissl durch die Fertigung des ersten Skis Österrichs 1919, die Entwicklung des ersten Kunststoff-Skis „White Star“ in den 60ern und schließlich mit dem Kurz-Ski und Verkaufsschlager „Big Foot“.