Für viele Skifahrer ist es die Frage aller Fragen: Nehme ich teil? Traue ich mir das zu? Oder lieber doch nicht? Das Skirennen „Der Weiße Rausch“ in St. Anton ist Herausforderung und Gaudi zugleich. Ob als Teilnehmer oder Beobachter - dieses sportlich-rasante Spektakel am Samstag, 23. April 2011 ist Kult. Jedes Jahr zieht das Rennen Hunderte internationale Pistencracks an. Auf 2.650 Metern Höhe treffen sie sich zum Massenstart, um gemeinsam vom Vallugagrat hinab ins Tal zu rauschen.

Anspruchsvolle Pistenverhältnisse
Das Knistern vor dem Start ist bis ins Tal zu spüren, wenn 500 Skifahrer, Snowboarder und Telemarker in einem Halbkreis auf dem Vallugagrat stehen. Dabei sind Spitzenathleten und Hobbysportler. Nervös, cool, angespannt, betont lustig-lässig, ängstlich, konzentriert - die Gesichter sprechen Bände. Vor den mutigen und konditionsstarken Teilnehmern liegt eine neun Kilometer lange Abfahrt mit anspruchsvollen Pistenverhältnissen. Es gilt, nicht nur 1.300 Höhenmeter Richtung Tal zu überwinden, sondern zwischendurch auch einen Aufstieg mit 37 Höhenmetern auf 150 Metern Länge zu bewältigen. Neben skifahrerischem Können und Schnelligkeit ist auf der Piste am späten Nachmittag auch Geschicklichkeit gefragt.

Jede Menge Gaudi
Lokalmatador Paul Schwarzacher, mehrmaliger Sieger des Rennens und Trainer der österreichischen Herren-Nationalmannschaft Ski alpin, gibt eine Rekordzeit von sieben Minuten und 48 Sekunden vor. In den vergangenenen Jahren konnte ihn niemand toppen. Zeiten zwischen elf und 18 Minuten sind guter Durchschnitt, dies spielt jedoch für die meisten nur eine untergeordnete Rolle. Hauptsache dabei sein. Die Teilnehmer laufen, fallen oder schleppen sich erschöpft, aber glücklich nach und nach ins Ziel. Auf der Strecke noch Gegner, liegen sie sich im Zielraum in den Armen. Für Zuschauer verspricht „Der Weiße Rausch“ ebenfalls jede Menge Gaudi. Die Großleinwand im Zielraum überträgt nicht nur Bilder von der Strecke, sondern auch die Anspannung der Teilnehmer vor dem Start.

Im Internet wird das Spektakel live unter www.stantonamarlberg.com übertragen - 2010 verfolgten etwa 100.000 Menschen rund um den Globus die Abfahrt. Im Anschluss an das Rennen werden die Helden des Tages mit Siegerehrung und großer Party gefeiert.