Giuliano Razzoli (ITA) hat den Slalom der Herren in Lenzerheide (SUI) gewonnen. In 1:25,72 Minuten gewann der Italiener vor Mario Matt (AUT), der nur 0,03 Sekunden Rückstand hatte. Dritter wurde ein starker Felix Neureuther.

Grange scheidet früh aus
Der Slalom der Herren ging mit einer Verspätung von einer Stunde im ersten Durchgang über die Bühne. Hier erwischte wieder Mario Matt einen sehr guten Lauf und lag in Führung. Felix Neureuther fuhr ebenfalls gut und war direkt hinter Matt auf dem zweiten Rang (+ 0,19 Sekunden) und hatte seinen ersten Saisonsieg im Visier. Im Kampf um den Slalom-Weltcup fiel bereits im ersten Durchgang eine Vorentscheidung, denn Jean-Baptiste Grange schied aus und so war die Bahn frei für Ivica Kostelic. Der Kroate war nur noch von Andre Myhrer zu stoppen, der aber das Rennen gewinnen musste, während Kostelic gar keine Punkte holen durfte.

Kostelic holt sich kleine Kristallkugel
Kostelic hatte wahrlich nicht seinen besten Tag erwischt. Nach dem ersten Durchgang lag der Kroate auf Rang 13 und auch im Finale kam er nach vielen Fehlern im Lauf mit deutlichem Rückstand ins Ziel. Und obwohl Kostelic am Ende ohne Punkte blieb, reichte es zum Sieg im Disziplinen-Weltcup, denn sein ‚Verfolger‘ Myhrer hatte ebenso keine Chance auf das Podest geschweige denn den Sieg. Der Schwede war nach seinem Lauf nur Vierter im Zwischenranking und damit war die Entscheidung endgültig gefallen zugunsten von Kostelic.


Razzoli von acht auf eins
Doch es ging natürlich auch um den Tagessieg und hier gelang dem Italiener Razzoli, der Achter war nach Durchgang eins, das Husarenstück. Er kam gut mit den Bedingungen zu recht und fuhr ganz nach vorne. Keiner der nach ihm kommenden Fahrer gelang es, dem Italiener die Führung abzunehmen.

Matt und Neureuther trotzen der Piste
Felix Neureuther und Mario Matt waren nach Durchgang eins vorne und sollten ihre gute Form beweisen. Neureuther machte den Anfang und hatte eine halbe Sekunde Vorsprung auf Razzoli. Oben noch konnte er sich gut halten, doch wie so viele andere verlor der Deutsche im Mittelteil viel Zeit und damit auch das Rennen gegen den Italiener. Aber Neureuther kämpfte und war nach einem guten Lauf auf dem Podium. Matt danach fuhr erneut ein souveränes Rennen - bis zum berüchtigten Mittelteil, in dem auch der Österreicher verlor. Am Ende fehlten ihm drei Hundertstel zum erneuten Sieg.