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Was bleibt vom letzten Weltcup-Stopp vor dem Finale? Viel Spannung in jedem Fall! Denn vergeben ist nur die große Kugel.

Das Legenden Rennen: Abfahrts-Showdown zwischen zwei Großen
Mit besonderer Aufmerksamkeit wird die Abfahrtsentscheidung beäugt werden. 14 Punkte Vorsprung für Walchhofer vor Cuche bedeuten, dass beide auf Sieg fahren müssen. Denn nur wenn sie siegen, sind sie sicher vorne. Es ist das Finale ihres beinahe lebenslangen Duells: Für beide wäre es die vierte kleine Kugel der Königsklasse, damit wäre der Sieger besser als Luc Alphand, erfolgreicher als Stephan Eberharter, größer als Franz Heinzer. Nur Franz Klammer stünde dann als ewige Legende noch vor dem Triumphator. Es ist ein Rennen für die Statistik. Und wer gewinnt, bekommt den Preis. In zwei Minuten entscheiden beide über die letzten sieben Jahre. Besser geht's nicht! Rein rechnerisch darf auch Klaus Kröll noch hoffen - wenn er gewinnt und beide Kontrahenten eine Nullnummer hinlegen.

Super-G: Cuche Topfavorit
Im Super-G spricht alles für Cuche, nominell haben aber sechs Fahrer noch ihre Möglichkeit. Der Schweizer (291 Zähler) hat auf Ivica Kostelic (223) aber 68 Zähler Vorsprung. Mit einem siebten Platz im letzten Rennen wäre Cuche dieser Titel also nicht mehr zu nehmen. Realistischerweise machen diese beiden die Entscheidung unter sich aus, denn Michael Walchhofer (214), Hannes Reichelt (207) und Carlo Janka (205) haben doch bereits sehr viel Rückstand. Nur ein Ausfall Cuches brächte sie wieder ins Spiel. Gleiches gilt für Romed Baumann (197).

Riesenslalom: Ligety führt klar
Im Riesenslalom ist die Lage ähnlich: Ted Ligety aus den USA führt klar (383) und sollte das Rennen machen. Aksel Lund Svindal liegt 77 Punkte hinten, Cyprien Richard gar 80. Das bedeutet: Ligety reicht ein elfter Platz um zu siegen. Fällt er aus, müssen seine direkten Konkurrenten mindestens Zweiter werden, besser aber siegen. Nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich.

Slalom: Grange oder Kostelic?
Recht offen erscheint hingegen die Slalom-Entscheidung: Dort hat Ivica Kostelic (478) noch einen Vorsprung von 36 Zählern vor dem zuletzt klar besseren Jean Baptiste Grange. Gewinnt der Franzose, muss Kostelic also Zweiter werden. Rechnerische Möglichkeiten gibt es hier noch für Andre Myhrer.