© Alexis BOICHARD/AGENCE ZOOM
Der junge Schweizer Beat Feuz erblickte am 11. Februar 1987 in Schangnau das Licht der Welt. Seine Freunden nannten ihn damals Kugelblitz, weil er klein, mollig und schnell war. Er fährt in allen Disziplinen und gehört dem A-Kader von Swiss-Ski an.

Ehrung als bester Nachwuchsathlet
Im Jahr 2002 siegte der in Schangnau lebende Feuz bei der Trofeo Topolino. Seine ersten FIS-Rennen bestritt er im zarten Alter von 15 Jahren im Dezember 2002. Zwei Jahre später folgten die ersten Einsätze im Europacup. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2005 in Bardonecchia schaffte er es erstmals aufs Podium und gewann die Bronzemedaille im Slalom. Die Schweizer-Sporthilfe ehrte ihn 2006 als besten Nachwuchsathleten. Am 10. Dezember 2006 nahm er auf der Reiteralm an seinem ersten Weltcup-Rennen teil.

Bester Teilnehmer der Juniorenweltmeisterschaft 2007
Der Schweizer avancierte bei der Juniorenweltmeisterschaft 2007 zum mit Abstand besten Teilnehmer. Er belegte einen elften Platz im Riesenslalom, einen dritten Platz im Slalom und holte die Goldmedaillen in der Abfahrt und im Super-G nach Hause. Zudem gewann er die Goldmedaille in der aus Abfahrt, Riesenslalom und Slalom zusammengesetzten Kombinationswertung. Daraufhin durfte er am Weltcupfinale in der Lenzerheide teilnehmen und holte mit Platz 14 am 14. März 2007 seine ersten Weltcuppunkte.

Auf gesundheitliche Rückschläge folgen weitere Höhenflüge
Während des Trainings in Zermatt zog sich Feuz im September 2007 einen Kreuzbandriss zu und musste infolgedessen die gesamte Saison ausfallen lassen. Die Sporthilfe zeichnete ihn 2008 bereits zum zweiten Mal als Nachwuchssportler des Jahres aus, was in der Schweiz vorher nur dem Radsportler Fabian Cancellara gelungen war. Am 28. November erlitt der Schweizer eine weitere Knieverletzung im Abschlusstraining zur Weltcupabfahrt in Lake Louise und konnte erst in der Saison 2009/10 wieder Rennen bestreiten. Am Lauberhorn in Wengen fuhr Feuz sowohl im Januar 2010 als auch im Januar 2011 auf Platz zwölf in der Super-Kombination. Am 29. Januar 2011 gelang ihm ein siebter Platz in der Abfahrt von Chamonix.

Dem Erfolg auf der Spur
An der Skiweltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen erreichte Feuz einen neunten Platz in der Abfahrt. In der Kombination fuhr er in der Abfahrt auf den guten zweiten Platz, schied aber im Slalom, wegen eines Einfädlers, aus. Am 11. März 2011 überraschte Feuz in Kvitfjell die Favoriten und gewann in der Abfahrt sein erstes Rennen.

Weltklasse 2011/2012
Feuz stieg in die Saison 2011/2012 mit drei Podiumsplätzen im Speed ein und machte so höhere Ambitionen deutlich. In Gröden siegte er im Super-G trotz hoher Startnummer und schlechter Piste. Höchste Ehren erreichte er schließlich bei der Weltcup-Abfahrt am Lauberhorn: In Wengen gewann er den Klassiker und trug sich in die Geschichtsbücher des Skisports ein. Bei der Premiere auf der Olympiastrecke in Sotschi (RUS) feierte Feuz seinen nächsten Sieg und trieb die Wachablösung im schweizerischen Abfahrtsteam voran.

Steckbrief:
Geboren: 11. Februar 1987
Nation: Schweiz
Heimatverein: SC Schangnau
Größe: 170cm