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Im ersten Rennen nach der Heim-WM hat Maria Riesch wieder gewinnen können. Bei der Super-Kombination in Are blieb sie in 1:59,60 Minuten als einzige unterhalb der Zwei-Minuten-Marke und verwies Tina Maze (SLO, + 0,40s) und Elisabeth Görgl (AUT, +0,66s) auf die Plätze. Es war der fünfte Saisonsieg für Riesch.

Führung erobert und ausgebaut
Die Basis für den Erfolg legte Riesch mit einem starken Super-G. Als Zweite hatte sie im Slalom dann alles in der Hand und ließ in ihrem Lauf nichts anbrennen: Schnell, aber Sicher carvte sie zur drittbesten Laufzeit und gewann. "Ich war gar nicht so richtig aus der Spur. Bei der WM hatte ich zwar höhere Ziele. habe aber zwei Medaillen gewonnen. Es ist aber schön, dass jetzt einmal wieder alles gepasst hat", bilanzierte Riesch im Ziel. Knapp zuvor hatte Lindsey Vonn im Stangenwald etwas den Durchblick verloren und war auf Rang sechs zurückgefallen. Damit vergrößerte Riesch ihren Vorsprung im Gesamtweltcup auf 216 Zähler und übernahm auch die Führung in der Wertung der Super-Kombination. Dort liegt die Deutsche vor dem letzten Wettbewerb in Tarvisio aber nur fünf Zähler vor den punktgleichen Görgl und Vonn.

Vonn führt zur Halbzeit
Die Kombination in Are wurde mit einem Super-G und einem Slalom gefahren. Nach dem Speed-Part führte Lindsey Vonn, allerdings verlor Maria Riesch als Zweite nur 16 Hundertstel auf ihre Konkurrentin um den Gesamtweltcup. Es folgten Lizzy Görgl, Anja Pärson, Julia Mancuso und Anna Fenninger mit einem Rückstand innerhalb einer halben Sekunde. Das ließ ein spannendes Finale erwarten.



Hosp und Kirchgasser verbessern sich im Slalom
Nicole Hosp, 15. nach dem Super-G, zeigte erwartungsgemäß die erste Topzeit im Slalom und setzte sich an die Spitze des Feldes. Ihre Führung hielt allerdings nur kurz, denn Michaela Kirchgasser erwischte einen sehr guten Rhythmus uns unterbot die Zeit der Kollegin deutlich. Das Gegenteil passierte Lara Gut: Sie kam nie ins carven und schied schließlich aus.

Maze greift an
Tina Maze war mit ihrem Ergebnis im Super-G nicht ganz zufrieden, im Slalom konnte sie das korrigieren. Mit starkem Lauf setzte sie sich mit neuer Laufbestzeit an die Spitze. Weltmeisterin Anna Fenninger griff zwar beherzt an, hatte aber keine saubere Linie und einen Steher im Schlussteil. Auf den ersten Weltcupsieg muss die Österreicherin damit weiter warten. Nicht zufrieden mit ihrem Slalom war auch Julia Mancuso, die ebenfalls zurückfiel.

Pärson stark, Görgl stärker
Laut wurde es in Are beim Auftritt der Lokalmatadorin: Anja Pärson zeigte einen ihrer besseren Slaloms der Saison, an Maze kam sie aber nicht ganz vorbei. Pech hatte Elisabeth Görgl. Die Speed-Doppelweltmeisterin fuhr sehr sauber und auf Zug, ein Tor mit einem klaren Steher kostete sie die Führung - immerhin blieb sie aber um zwei Hundertstel vor Pärson und konnte sich damit letztlich über einen Podiumsplatz freuen.

Stiepel mit Problemen, Rebenburg passt im Slalom
Rieschs Kolleginnen konnten nicht vorne mitfahren. Isabelle Stiepel hatte zwei nicht einwandfreie Läufe und wurde 33. Viktoria Rebensburg trat als Elfte des Super-G im Slalom nicht an. Ihre Rennen kommen am Samstag und Sonntag. Dann steht erst die Abfahrt, dann der Super-G an.