Sportlich lief es aus deutscher Sicht eher so lala, aber organisatorisch war eigentlich alles super in Garmisch. Die paar kleinen Pannen am Anfang (Zeitnahme, leere Ränge) kann man getrost vergessen. Die Deutschen haben es zum ersten Mal nach Jahrzehnten geschafft, eine WM ohne Rennausfälle oder - verschiebungen hinzubekommen. Gian Franco Kasper (FIS-Präsident) war voll des Lobes. Die Plusgrade zur zweiten Woche hin bestätigten auch die Pistencrew darin, die Kandahar extrem zu vereisen. Sonst hätte sie schlicht nicht gehalten. Auch die Stimmung wurde besser, auch wenn hier sicher mehr möglich ist. Wer weiß, ob man sich in Schladming an Sicherheitsstandards wird halten müssen, die mit Hinblick auf die Katastrophe der Love-Parade in Duisburg noch einmal verschärft wurden. Vielleicht macht man die Tickets auch einfach billiger. Verletzte Zuschauer gab es in Deutschland jedenfalls nicht.

Aufbauarbeit für die Zukunft
Die WM, ein voller Erfolg? Noch steht die finanzielle Bewertung aus. Aber für den deutschen Skisport darf man auch den Aufbau des Leistungszentrums im Ski-Mekka nicht vergessen. Irgendwo müssen die Stars der Zukunft schließlich trainieren. Allein aus dieser Sicht war die WM wichtig. Und ein Erfolg. Ganz unabhängig von Olympia 2018. Basta.