Ja, der Team-Event. Der hatte etwas. Alfons Hörmann kam aus dem Lob gar nicht mehr heraus und wollte gleich mehr Weltcups in diesem Stil. Markus 'Wasi' Wasmeier pries den Bewerb im Fernsehen. Alle waren voll des Lobes. Und zwar zurecht, denn der Team-Event war spannend und ist als Format sehr attraktiv, gerade auch für die Zuschauer. Man hat seit der Premiere in Garmisch nur an einer Stellschraube gedreht: Bei Punktgleichheit werden nun die jeweils schnellsten Zeiten einer Dame und eines Herren pro Team addiert. 2010 gewann noch die Mannschaft mit der schnellsten Einzelzeit, die war dann aber immer von einem Mann. Jetzt herrscht mehr Chancengleichheit, dafür hat der Zuschauer keine Chance, die Entscheidung nachzuvollziehen.

Im Zweifel für Frankreich
Das war in Garmisch aber nicht so schlimm. Wenn es 2:2 stand, gewannen halt immer die Franzosen (leider auch gegen die Gastgeber). Zu früh freuen (siehe Österreich) hilft da auch nichts. Alles super?

Und wenn keiner mitmacht?
Der Wettbewerb der Nationen hat leider ein Problem. Geht es nicht um Gold, Silber und Bronze, dann haben viele Athleten schlicht keine Lust darauf. In Garmisch fehlten bereits Norwegen und Slowenien in der Aufstellung (trotz der notorischen Medaillenhamster Svindal und Maze). In Lenzerheide, wenn es um nichts geht, wird sich zeigen, ob die Verbände diese Disziplin bei ihren Athleten durchboxen können, oder ob wieder nur sechs Nationen mitmachen. Nur wenn alle mitmachen ist auch Olympia für den Nations Team Event ein Thema.