Es war die WM der Überraschungen. Sechs von zehn Einzeltiteln gingen an Athleten, die bislang noch keinen Saisonsieg vorweisen können. Anna Fenninger gewann zuvor noch überhaupt kein Rennen auf höchster Ebene. Italien hatte keinen einzigen Sieger nach Garmisch geschickt, kommt nun aber mit lauter Gewinnern wieder zurück.

Christof Innerhofer: Ein Mann wie eine Medaille
Insbesondere 'Winnerhofer' prägte die erste WM-Woche. Der einzige Mann, der auf der Eisbahn Kandahar keine weichen Knie bekam. Der nach dem Rennen nicht zum Zahnarzt musste, wie Michael Walchhofer ("Die Plomben sind noch drin"). Der die Stromkosten nicht fürchtete wie Ivica Kostelic ("Heute haben wir sehr viel Energie verbrannt, wie eine Nuklearzentrale"). Der Kroate fuhr daraufhin nach Hause, vermutlich, um mit Solarzellen kostengünstig wieder aufzutanken. Bei der WM spielte der Weltcup-Leader aber nur eine Nebenrolle.

Der dreifache Innerhofer
Nicht so Innerhofer. Gold im Super-G, Silber in der Kombination und Bronze in der Abfahrt gewann der Südtiroler und war damit nicht so gierig, wie Didier Cuche vorab vermutet hatte („Wir müssen uns auf Silber und Bronze konzentrieren. Gold holt der Innerhofer“). Im Anschluss an den Titel versorgte uns der strahlende Sieger auch gleich mit dem Zitat der WM. "Only the first three guys become medals", verriet er in der Pressekonferenz. Seine Metamorphose zum Edelmetall dürfte damit bereits in vollem Gange sein. Gleiches gilt für seine Landsleute Peter Fill, Manfred Mölgg und Federica Brignone. Gut gemacht!