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Der verkürzte erste Lauf des WM-Riesenslaloms hat noch keine Vorentscheidung gebracht. Aksel Lund Svindal führt nur sehr knapp vor Philipp Schörghofer und Ivica Kostelic. Fritz Dopfer ist bester Deutscher.

Ligety mit Startnummer eins
Ted Ligety nahm auf dem verkürtzen Riesenslalom-Kurs das Rennen auf. Wegen Nebels hatte die Jury den Start um neun Tore nach unten versetzt. Den Kurs hatte der Schweizer Coach sehr flüssig gesetzt, um seinem Schützling Carlo Janka beste Chancen zu bieten. Demensprechend weit standen die Tore auseinander, vor allem bei Freien Fall mussten die Fahrer sich überwinden. Ligety fuhr gut, die Bestzeit gelang ihm aber nicht.

Bestzeit für Svindal
Direkt nach ihm setzte Aksel Lund Svindal aus Norwegen direkt eine noch bessere Zeit 1:02,08, 25 Hundertstel besser als der Amerikaner. Ganz knapp scheiterte Philipp Schörghofer an der Bestzeit, er bekam in den schnellen letzten Toren die Ski weniger auf Zug, hat aber mit nur fünf Hundertstelsekunden Rückstand noch alle Chancen auf die Goldmedaille. Ivica Kostelic (+0,23 s) hatte in den ersten Toren große Probleme, zog unten aber voll durch und ist damit auch ein heißer Medaillenkandidat. "Ich war überrascht über meine Zeit im Ziel", so Kostelic. "Mein Lauf war nicht so gut."

Cuche trotz Handschiene vorn dabei
Den Super-G ähnlichen Kurs seines Trainers konnte auch Didier Cuche optimal umsetzen - mit nur 38 Hundertsteln Rückstand ist er noch voll im Rennen. "Ich habs irgendwie gespürt, dass ich gut unterwegs war", freute sich Cuche. "Am Start habe ich sicher etwas zeit verloren und hatte dann nur einen Fehler bei der ersten Kuppe." Mehr aber nicht. Ebenfalls eine gute Ausgangsbasis sicherten sich Carlo Janka (+0,49 s), Cyprien Richard (+0,71 s) und Gauther de Tessieres (+0,78 s).

Italiener patzen, Miller wieder mit Fehler
Einige Favoriten konnten die in die gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen. Vor allem Italiens Stars patzten: Massimiliano Blardone stellte einmal komplett quer und verlor auf dem kurzen Kurs über 2,3 Sekunden. Auch Davide Simoncelli (+1,6 s) und Manfred Mölgg (+1,29 s) liegen bereits weit zurück. Bode Miller setzet erst eine Zwischenbestzeit, ehe er vor dem Freien Fall querstellte und klar zurückfiel. Romed Baumann hätte von der Kurssetzung ebenfalls profitieren können - er hatte aber einen deutlichen fehler im Lauf. So ruhen Österreichs Hoffnungen nur auf Schörghofer. "Ich bin sehr zufrieden. Ich gewusst, dass es brutal knapp wird. Die Piste ist super, nach dem Wetter: Kompliment. Den Schwung mitzunehmen vom Freien Fall ins Ziel, das ist das Wichtigste", analysierte Schörghofer nach seinem Lauf.



Neureuther rutscht nach Freiem Fall weg, Dopfer stark
Den von Schörghofer angesprochenen Kardinalfehler beginn Felix Neureuther. Bis zum Freien Fall war der Deutsche ganz vorn dabei, am Ende des steilsten Stückes rutschte er über den Innenski weg. Neureuther vermied zwar den Ausfall, hatte aber den gesamten Speed vor dem Flachstück verloren und sammelte so 2,37 Sekunden Rückstand. "Da waren schon ein paar Spuren drinnen, ich bin mit dem Schuh draufgekommen, dann über den Innenski raus. Schade", sagte Neureuther enttäuscht. Nach ihm machte es Fritz Dopfer deutlich besser: Auf der bereits leicht ramponierten Piste griff er voll an und setzte sich an Platz 13 des Feldes. "Es war eine richtig gute fahrt. Jetzt gibt es noch einen zweiten Lauf, wo alles möglich ist", sagte Dopfer. Einen starken Eindruck hinterließ auch Stefan Luitz, der mit nur 1,6 Sekunden Rückstand unter den ersten 20 steht.

Der zweite Durchgang startet um 13:30 Uhr. Wie es ausgeht, erfahrt ihr im Liveticker von Skiinfo.de.