© OK GAP 2011 - Marcel Lämmerhirt
Zwei Stunden mussten sich Fans und Sportler gedulden, Nebel verhinderte einen planmäßigen Start des Riesenslaloms. Dann ging es endlich los - und das mit einem Traumlauf: Tina Maze fand im flüssig gesteckten Lauf eine perfekte Linie. Wie gut sie wirklich war, zeigten die erheblichen Rückstände der Mitfavoritinnen: Tanja Poutiainen verlor als zweite Starterin über 1,5 Sekunden, Top-Favoritin Tessa Worley gar 2,12 Sekunden - Welten.

Riesch Vierte, Rebensburg Sechste
Für das deutsche Top-Trio lief es etwas besser. Maria Riesch verlor als beste Deutsche aber auch acht Zehntel und belegte damit Platz vier. Viktoria Rebensburg büßte eine knappe Sekunde ein (Rang sechs). Kathrin Hölzl fehlte im nebligen Streckenteil der Durchblick, mit 2,36 Sekunden Rückstand fiel sie weit zurück. Besser kam Lena Dürr zurecht - sie hielt mit knapp 1,5 Sekunden den Rückstand in Grenzen. Veronika Staber griff voll an, aber vor den letzten flachen Toren musste sie hart kanten, um im Lauf zu bleiben - ein Fehler, der viel Zeit kostete. "Es hat sich gar nicht so schlecht angefühlt. Ich bin ein bisschen enttäuscht wegen dem Rückstand", sagte Rebensburg im Ziel. Im Finale müssen die deutschen Damen angreifen.

Brignone und Görgl bringen sich in Stellung
Es ging aber auch besser: Federica Brignone fuhr sehr aggressiv und kam bis auf 34 Hundertstel an Maze heran, Doppel-Weltmeisterin Lizz Görgl schon sich mit einem guten Lauf an die dritte Position und hat eine weitere Medaille im Visier. "Die Erfolge sind super", bilanzierte Görgl. "Aber heute ist ein neues Rennen gewesen. Mir kommt entgegen, dass man voll attackieren muss. Ich freue mich schon auf den zweiten Lauf." Auch Manuela Mölgg und Kathrin Zettel blieben innerhalb einer Sekunde zur Führenden und haben damit weiter Chancen auf Edelmetall.

Favoritinnen mit Problemen
Für einige Favoritinnen ist der WM-Zug hingegen schon vor dem Finale abgefahren. Neben Hölzl, Worley und Poutiainen blieben auch Lara Gut, Julia Mancuso, Taina Barioz verloren zu viel Zeit, um vorne noch eingreifen zu können. Das Rennen wurde wegen des späten Starts mit enorm kurzem Startintervall gefahren, um alle 116 gemeldeten Fahrerinnen noch hinunter zu lassen.

Der zweite Durchgang soll um kurz nach 15 Uhr starten. Wie es ausgeht, erfahrt ihr im Liveticker von Skiinfo.de.