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Da staunte Hilde Gerg - Co-Kommentatorin im ZDF nicht schlecht: Gerade eben hatte eine Fahrerin bei einem WM-Rennen drei Zehntel Vorsprung in vier Sekunden Rückstand verwandelt, ohne ersichtlichen Fehler und in nur circa 30 Fahrsekunden. Der Expertin war natürlich sofort klar: Das kann nicht stimmen. Auch Marco Büchel fand es bei der Herrenabfahrt durchaus schade, dass er auf eine Zwischenzeit verzichten musste. Die ging nämlich nicht. Was bei jedem Weltcuprennen möglich ist, scheint bei der WM in Garmisch ein Problem: Die Zeitnahme.

Viel zu emotional
Dem ungläubigen Fachpublikum erklärte der zuständige Vertreter von Alge-Timing vor Ort, dass die dünner werdende Schneedecke die Lichtschranken beeinflusse. Zudem habe der Stadionsprecher zu emotional gesprochen. Dadurch sei es zu einem induktiven Überschlag gekommen. Wenn man das hört, muss es an ein Wunder grenzen, dass in Schladming und Zagreb überhaupt eine Zeitmessung möglich ist.

Back to basic
Ob Tina Maze die obige Erklärung ausreicht, ist nicht bekannt. Der slowenische Verband will jedenfalls ermittelt haben, dass Mazes Zeit im Super-G erst zehn Meter nach der Ziellinie gemessen wurde. Wenn das stimmt, müssten sämtliche WM-Ergebnisse am grünen Tisch nachverhandelt werden. Das wäre wohl der Super-GAU. Was hilft? Zur Sicherheit sollte jeder Verband seine Fahrer einfach selber mit der Uhr mitstoppen. Den Zeitnehmern kann man ja Ohrenstöpsel aufsetzen, dann stört auch derr Live-Kommentar nicht mehr.