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Aksel Lund Svindal hat sich in der Kombinationsabfahrt die beste Ausgangsposition gesichert. Der Norweger war auf der Kandahar 63 Hundertstel schneller als Beat Feuz aus der Schweiz und nahm den besten Slalomfahrern viel Zeit ab. Deutsche Fahrer waren nicht am Start.

Bank im Medaillenrennen dabei
Exoten bei der WM können nicht mithalten? Der Andorraner Kevin Esteve-Rigail, der bislang noch kein Weltcup-Ergebnis vorweisen kann, strafte Kritiker lügen und setzte die erste Marke in der Kombinationsabfahrt. Er ließ dabei immerhin Fahrer wie Ted Ligety, Natko Zrncic-Dim oder Joachim Puchner hinter sich und wurde Achter. Los ging die erste Phase der Entscheidung mit Ondrej Bank, der eine ordentliche Speed-Vorlage ablieferte. "Ich habe ein paar Fehler gemacht, es war unglaublich schwierig", sagte Bank und schloss selbstbewusst: "Ich habe die Fähigkeiten, hier eine Medaille zu holen."

Feuz nicht ohne Fehler, aber schnell
Als erster guter Abfahrer setzte der Schweizer Beat Feuz auch eine erste Bestzeit - hatte aber noch einen Fehler im Lauf, als er nicht mit der richtigen Richtung in einen Sprung ging und korrigieren musste. "Das ist eine sehr gute Fahrt", bilanzierte Feuz. "Im Slalom werde ich alles probieren. Alle anderen müssen auch zuerst runterkommen!" Enttäuscht blickte Joachim Puchner aus Österreich drein. Er konnte die Ski nie in Position halten, wirkte unsicher und verlor alle Chancen auf der Kandahar. Als erster Mitfavorit hatte Natko Zrncic-Dim im Tröglhang Probleme, in der Folge zog ihm die Kandahar den Zahn - über drei Sekunden betrug sein Rückstand.



Techniker rechnen sich Chancen aus
Ted Ligety war nicht unzufrieden: "Das macht einen total kaputt, schlimmer als in Wengen", keuchte er im Ziel. "Es ist aber keine schlechte Ausgangsposition - wenn die anderen Slalomfahrer hinter mir bleiben", meinte der Amerikaner und schaute genau auf die Zeiten der Konkurrenten. Kjetil Jansrud blieb knapp hinter ihm. Benni Raich musste oft aufmachen und verlor vor dem Zielschuss viel Speed - auch er reihte sich hinter dem US-Boy ein. "Ich hab einiges gutzumachen im Slalom, hab' aber keine schlechte Abfahrt gemacht. Jetzt muss ich aufholen", so Raich. Silvan Zurbriggen erwischte ebenfalls keinen perfekten Lauf. Ihm verschlug es in der Olympiakurve die Ski, so konnte er keine Bestzeit vorlegen, ist aber der Beste der technisch starken Läufer nach dem ersten Lauf.

Keine Miller-Time
Bode Miller - als Mitfavorit gestartet - enttäuschte auf der Kandahar. Kein Risiko, kein Spektakel, eine beinahe vorsichtige Fahrt warf den Amerikaner auf Platz zehn zurück. Noch schlimmer lief es für Romed Baumann, der den Druck auf dem Ski nicht halten konnte und ein Tor verpasste - vor Wut schlug er seinen Stock in den Fangzaun.

Svindal setzt die Bestzeit
Die schnellste Zeit des Tages fuhr dann Aksel Lund Svindal. In 1:59,49 Minuten war er noch einmal 63 Hundertstel schneller als Feuz und hat immerhin 1,62 Sekunden Vorsprung auf Silvan Zurbriggen, den besten Techniker im Zwischenklassement. In Wengen hatte der Norweger bereits mit einem ordentlichen Slalom Rang drei erreicht - hier könnte eine solche Leistung zu Gold reichen. Nicht ganz vorne landete hingegen Christof Innerhofer. Der Weltmeister musste sich mit Rang drei begnügen.

Die Favoriten nach der Abfahrt:
1. Aksel Lund Svindal
2. Beat Feuz +0,63 s
3. Christof Innerhofer +1,18 s
5. Ondrej Bank +1,51 s
6. Silvan Zurbriggen +1,62 s
11. Ted Ligety + 2,85 s
12. Benjamin Raich + 3,01 s

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