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Die Super-Kombination der Damen brachte ein etwas überraschendes Ergebnis hervor. So sahen die Medaillengewinnerinnen das Rennen hinterher.

Die neue Weltmeisterin Anna Fenninger:
Die letzte Saison war für mich sehr schwer. Da passte gar nichts zusammen und ich habe mir schon die Frage gestellt, wie es weiter gehen soll. Doch dann habe ich mich neu motiviert, habe mehr Konditionstraining gemacht und bin fitter geworden. Außerdem hab ich das Material verändert und dann einfach mal den Schalter umgelegt und mir keinen Druck von außen gemacht, sondern nur auf mich geschaut und alles andere ausgeblendet.

In der Abfahrt habe ich mich auf den etwas weicheren Schnee gut eingestellt und dies bei der Besichtigung heute Morgen mir genau angeguckt. Dann habe ich einfach mein Ding durchgezogen.

Vor dem Slalom habe ich schon von einer Medaille geträumt und wieder versucht, nur auf mich zu gucken und auf meine Stärken. Der Schlüssel war sicher, dass ich Slalom fahre, so wie ich es kann. Im Training habe ich gemerkt, dass ich auch im Slalom schnell bin und es hat mir sicher geholfen, dass der Slalom bei der Kombi nicht so schwer ist wie bei einem Spezial-Slalom. Der Hang ist zwar schwer, aber der Kurs war gut gesteckt.

Es wird sicher noch ein paar Tage dauern, bis ich realisiert habe, was hier heute passiert ist. Für die Abfahrt stehen wir Österreicherinnen nun sicher nach den beiden Goldmedaillen mehr im Fokus, aber ich versuche wieder, meine Leistung zu bringen und den Druck auszublenden.


Die Gewinnerin der Silbermedaille Tina Maze:
Nach dem Super-G am Dienstag war ich ziemlich traurig, denn ich glaube, die Zeitnahme hat bei mir nicht funktioniert und ich hatte eine bessere Zeit. Ich weiß nicht, wie das passieren konnte, aber es geht immer weiter.

Heute habe ich eine gute Abfahrt gehabt und auch mit dem Slalom war ich zufrieden. Ich hätte sicher einige Kurven besser nehmen können in der Abfahrt, aber es war sonst gut. Nun war ich schon einige Male so knapp an der Goldmedaille dran und bin immer wenige Hundertstel hinter Gold. Es wird Zeit, dass ich bald einmal Gold gewinne. Ich habe noch drei Chancen hier und bin in guter Form. Die Pause vor der WM hat mir gut getan. Die Super-Kombination ist eine schwere Disziplin, weil die Tage so lang sind und man sich über den ganzen Tag konzentrieren muss.

Im Januar hatte ich einige Probleme, da ich den Servicemann wechseln musste und dann fehlen natürlich die Trainingsfahrten und die Abstimmung. Daher hatte ich im Januar keine guten Ergebnisse nach München.

Die Gewinnerin der Bronzemedaille Anja Pärson:
Ich habe heute einige Fehler gemacht. Gerade in der Hölle bei der Abfahrt hatte ich einen großen Fehler und das hat mir sicher auch die Goldmedaille gekostet, aber insgesamt hatte ich zwei ordentliche Läufe und daher bin ich mit der Medaille zufrieden und froh, es erreicht zu haben.

Meine Saison war am Anfang nicht optimal, aber seit Januar passt alles wunderbar zusammen und die guten Ergebnisse kommen. Dass ich gerade bei der WM wieder auf dem Podium stehe, ist natürlich super. Für mich war es gut, dass ich in Zwiesel vor der WM pausiert habe, denn sonst wäre mir das Programm zu dicht gewesen. So konnte ich Kraft tanken und mich auf die WM vorbereiten.

Insgesamt war es heute sicher einer der schwersten Abfahrtskurse überhaupt in meiner Karriere, aber die Bedingungen kamen mir auch entgegen.