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Die neue Weltmeisterin in der Super-Kombination heißt Anna Fenninger. Die Österreicherin setzte sich in einer knappen Entscheidung um 0,09 Sekunden vor Tina Maze (SLO) durch. Bronze ging an Anja Pärson aus Schweden. Maria Riesch musste sich nach starkem Kampf mit Rang elf begnügen.

Hosp setzt erste Slalom-Zeit
Was eine Slalomfahrerin auf dem Gudiberg herausholen kann, bewies Nicole Hosp, die nach ihrer Fahrt mit über vier Sekunden vorne lag. Es sollte die beste Laufzeit bleiben. Das war nicht selbstverständlich: Marie-Michele Gagnon aus Kanada, im Weltcup zuletzt stark unterwegs, rutschte auf der weicher werdenden Unterlage früh weg und schied aus.

Riesch kämpft glücklos
Viel Hoffnung hatten die Fans beim Auftritt von Maria Riesch, doch der Deutschen fehlte bedingt durch ihre Virusinfektion die Spritzigkeit. Technisch sauber, aber ohne den gewohnten Zug carvte die Deutsche nur zu Platz zwei und wusste, dass ihre Medaillenhoffung sich nicht erfüllen würde. "Ich wollte unbedingt fahren, das hab` ich gemacht. Das ist meine Heim-WM und da muss ich dabei sein. Es ist ärgerlich, das alles. Aber es ist, wie es ist. Ich habe ja schon eine Medaille gewonnen."

Maze eröffnet den Medaillenkampf
Um Edelmetall ging es ab der Neunten der Abfahrt: Tina Maze aus Slowenien griff beherzt an und übernahm deutlich die Führung. Julia Mancuso war weniger spritzig zwischen den Toren. Flüssiger lief es für Denise Feierabend aus der Schweiz. Dann kam der Einsatz von Lara Gut: Der explosive Auftritt der Schweizerin hätte zur Bestzeit führen können, doch dann stockte Fans und Sportlern der Atem: Gut fädelte ein, überschlug sich mehrfach und blieb kurz vor der Ziellinie liegen. Zum Glück verletzte sie sich ersten Erkenntnissen zufolge nicht.



Fenninger legt vor
Mit vollem Angriff ging Anna Fenninger das Rennen an. Schnelle Wechsel, gute Skiführung - die junge Österreicherin kam auf die viertbeste Laufzeit und übernahm die Spitzenposition. Anja Pärson nach ihr kam da nicht heran und fiel auch hinter Maze zurück. Erwartungsgemäß knackte auch die Abfahrts-Spezialisitin Dominique Gisin die Bestmarke nicht, zeigte aber eine überraschend gute Fahrt. Ihr blieb aber nur die 'Holzmedaille'.

Görgl fällt auf Platz fünf zurück
Alle Augen ruhten demnach auf Elisabeth Görgl. Die Super-G Weltmeisterin hatte auf dem anspruchsvollen Kurs am Gudiberg aber nicht die technischen Möglichkeiten, um richtig anzugreifen. Nur Platz fünf leuchtete für sie auf - damit stand Fenningers Triumph fest, sowie die Medaillen für Maze und Pärson, die sich gleich in der Leaderbox mit ihren Handys fotografierten. Damit hat Österreich nach zwei Damenrennen zweimal Gold - ein perfekter WM-Start für die Alpenrepublik.