Der Super-G der Herren in Garmisch-Partenkirchen hatte es in sich und verlangte den Aktiven alles an. Dementsprechend äußerten sich die drei Erstplatzierten auch nach dem Rennen.

Der neue Weltmeister Christoph Innerhofer:
Vor dem Rennen hatte ich nicht daran gedacht, heute ganz oben zu stehen, aber gehofft habe ich natürlich schon. Und das ich dies nach 2,5 Jahren mal wieder geschafft habe, ganz oben auf dem Podium zu stehen, ist großartig.

Ich habe mich im Super-G in dieser Saison bislang noch nicht so gut gefühlt und daher waren die Super-G-Rennen in Kitzbühel und Hinterstoder für mich wichtig, um noch Sachen auszuprobieren. Ich bin dann heute nochmal einen neuen Schuh gefahren und mit einem veränderten Setup und das hat gut geklappt.

Ich wollte nicht wieder Vierter werden und habe versucht, volle Attacke zu fahren, denn heute war Angriff die beste Verteidigung. Die beiden Schlüsselstellen bin ich dann mit Kopf gefahren und gerade bei der Seilbahn etwas runder, dabei aber weiter versucht, aktiv zu bleiben.

Das war heute sicher eine große Herausforderung und nach dem ‚Freien Fall‘ war ich auch schon müde. Aber insgesamt hat es mir gefallen.


Der Gewinner der Silbermedaille Hannes Reichelt:
In den letzten fünf Tagen haben sich die Ereignisse bei mir überschlagen. Erst der Sieg in Hinterstoder und jetzt die Silbermedaille. Nach drei Jahren Durststrecke macht es mich froh, wieder zurück in der Weltspitze zu sein. Das macht mich überglücklich. Und außerdem waren alle Verwandten mit dabei heute. Die bringen scheinbar Glück.

Die Piste heute war sehr unruhig und sehr eisig. Das war eines der schwierigsten Rennen meiner Karriere. Das war wirklich am Limit. Ich war am Ende froh, im Ziel zu sein und diese WM-Medaille ist ein weiterer Meilenstein und hatte mir noch gefehlt.

Vor dem Rennen dachte ich, dass ich so fahre wie ich besichtigt habe, doch diese Taktik habe ich nach dem vierten Tor ad acta gelegt. Es war so schwer und ich wusste, dass es danach eher noch schwerer werden würde.

Der Erfolg von der Elisabeth Görgl gestern hat dem ganzen Team viel Druck weggenommen und jetzt haben wir Herren auch direkt nachgelegt. Für mich ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen.

Der Gewinner der Bronzemedaille Ivica Kostelic:
Vor dem Rennen dachte ich eigentlich, dass die Athleten vorne sein würden mit mehr Erfahrung, daher war der dritte Rang für mich eine Überraschung. Ich bin natürlich stolz, die erste männliche kroatische Medaille im Speed-Bereich gewonnen zu haben. Wir haben in Kroatien keine Strecken für Super-G, daher ist es eine besondere Sache.

Für mich war es heute das schwierigste Rennen meiner Karriere. Die Piste war sehr eisig, es hatte sehr viele Schläge und die Sicht war schlecht. Das war am Limit für den menschlichen Körper heute. Die Muskeln können bei dieser Sicht nicht sofort auf die Schläge reagieren und das ist nicht gesund.

Ich habe bis zum letzten Tor gekämpft und war eigentlich schon nach dem ‚Freien Fall‘ am Ende. Ich kann verstehen, dass diese Bedingungen für die Verantwortlichen ein Problem sind, aber ich habe das Rennen heute nicht genossen und bin froh, heil und gesund unten zu sein.

Ich werde mit Sicherheit die Abfahrt auslassen und vielleicht auch die Super-Kombination, um meinem Körper ein bisschen Ruhe zu geben. Wenn man das heute gesehen hat, dann ist es besser, nicht die Abfahrt zu fahren. Für mich ist der Weltcup wichtig und ich möchte auch am Ende der Saison noch fit sein. Wir bräuchten einfach mehr Pause vor der WM, um sich richtig darauf vorzubereiten. So wie es jetzt ist, sollte es nicht sein und wir Athleten müssen das unbedingt mit der FIS besprechen.