© OK GAP2011/Andreas Müller
Nach dem Super-G der Damen äußerten sich die ersten drei Medaillengewinnerinnen bei der WM 2011 auf der Sieger-Pressekonferenz.

Die neue Weltmeisterin Elisabeth Görgl:
Es war ein sehr guter Lauf von mir. Ich habe genau das umgesetzt, was ich mir für das Rennen vorgenommen hatte. Ich wusste genau, was ich machen musste und das ist mir gut gelungen. Schon bei der Hangbefahrung hatte ich ein gutes Gefühl. Man muss auf dieser Piste voll attackieren und kämpfen. Diese Verhältnisse liegen mir eigentlich und das konnte ich heute zeigen.

In der letzten Zeit habe ich viel getestet und ausprobiert, sowohl mit dem Ski als auch mit dem Schuh und noch gestern habe ich zwei verschiedene Ski gehabt. Ich war vor dem Rennen nicht sehr nervös, eher ruhig und gelassen. Daher konnte ich auch gestern bei der Eröffnungsfeier den Song singen und so locker sein.

Ich habe schon als kleines Kind davon geträumt, einmal bei einer solchen Veranstaltung die Hymne für mich zu hören und auf dem Podium ganz oben zu stehen. Ein Traum ist Wirklichkeit geworden und ich spüre eine große Erleichterung. Schön, dass ich das erreicht habe.

Die Silbermedaillengewinnerin Julia Mancuso:
Es war ein schweres Rennen heute. Ich wusste, dass ich eine gute Chance auf eine Medaille habe, denn diese Bedingungen liegen mir. Im unteren Teil bin ich sehr gut gefahren und habe gekämpft bis zum Ende. Ich habe kaum Fehler gemacht und hatte Spaß. Dass es für eine Medaille gereicht hat, ist umso schöner. Ich fand, es war nicht ganz so eisig und schwer, wie noch gestern.

Ich hatte gute Schwünge in meinem Lauf und bin natürlich froh über Silber. Wenn das Rennen etwas länger gewesen wäre, hätte ich vielleicht sogar Gold gewonnen. Wer weiß! Die Strecke ist auf jeden Fall gut für mich, aber vor dem Start war ich schon nervös, denn es ist eine schwere Strecke, die einem alles abverlangt.

Die Gewinnerin der Bronzemedaille Maria Riesch:
Als ich im Ziel war und unten stand, war ich ganz schön nervös. Ich war ja dann auf dem dritten Platz und Lindsey Vonn kam noch. Da bangt man natürlich, denn ich wollte nicht Vierte werden. Als es dann doch gereicht hat, war ich überglücklich.

Ich habe vor dem Rennen gewusst, dass ich auf das Podium fahren kann, wenn alles gut geht. Ich bin dann auch ein recht gutes Rennen gefahren. In der Hölle war es nicht ganz perfekt, aber es waren auf jeden Fall gute Schwünge dabei. Auf dieser Piste muss man volle Konzentration haben und kämpfen. Das habe ich gemacht.

Der Druck ist jetzt nicht ganz weg, aber es ist schon einmal gut, wenn man gleich beim ersten Rennen das Minimalziel erfüllt und eine Medaille holt. Warum nicht ganz so viele Zuschauer da waren, ist schwer zu sagen. Es war halt unter der Woche und vielleicht trauten die Leute sich nicht, denn Super-G war ja eigentlich nicht meine beste Disziplin in dieser Saison bislang. Aber nach diesem ersten Rennen kommt jetzt vielleicht bei den Zuschauern Zug rein.

Die Chance für die Super-Kombination am Freitag ist gut denke ich. Die Balance zwischen Abfahrt und Slalom liegt mir eigentlich ganz gut.